Die Studie „Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des verarbeitenden Gewerbes“ untersucht die Umsetzung von Maßnahmen der Digitalisierung im Hinblick auf Ressourceneffizienz.

Die Studie „Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des verarbeitenden Gewerbes“ untersucht die Umsetzung von Maßnahmen der Digitalisierung im Hinblick auf Ressourceneffizienz. VDI ZRE

Die Studie beleuchtet Maßnahmen der digitalen Transformation anhand von zehn Unternehmensbeispielen. Aus den Ergebnissen leiten die Macher der Studie Handlungsempfehlungen für KMU, Politik und Wissenschaft ab. Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesbauministerium, erklärt: „Die digitale Transformation der Industrie in Deutschland wird nur dann zur erfolgreichen Innovations- und Exportgeschichte, wenn sie auch dem Umwelt- und Klimaschutz dient. Auch dafür bietet die Digitalisierung enormes Potenzial.“ Laut Adler beinhaltet die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess II) daher ein Bündel von Maßnahmen, um auch die digitale Transformation so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten.

Zwölf Handlungsempfehlungen

„Ziel der vorliegenden Studie war es, die Zusammenhänge zwischen digitaler Transformation und Ressourceneffizienz zu untersuchen“, so Prof. Liselotte Schebek. „Die Studie stellt den aktuellen Entwicklungsstand dar und untersucht Fallstudien in Unternehmen. Insgesamt haben wir daraus zwölf Handlungsempfehlungen für KMU, Politik und Wissenschaft abgeleitet. Unternehmen empfehlen wir beispielsweise die konsequente Erfassung und Auswertung von Daten zu betrieblichen Ressourcenverbräuchen, um Ressourceneffizienzpotenziale zu identifizieren.“ Schebek fordert, dass die Politik die Vernetzung öffentlicher Beratungsangebote für KMU zu den Themen Industrie 4.0 und Ressourceneffizienz unterstützen sollte.

Hintergrund zur Studie

Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hatte als Kompetenzzentrum und im Auftrag des Bundesumweltministeriums gemeinsam mit vier Bundesländern die Studie „Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für KMU des verarbeitenden Gewerbes“ beauftragt. Die Studie untersucht mit Fokus auf KMU, wie die Industrie mit Technologien der digitalen Transformation ihre Wettbewerbsposition ausbauen und gleichzeitig Ressourcen einsparen kann. Länderpartner waren das das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz.

Erarbeitet haben die Studie die TU Darmstadt, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).