Verteter der beteiligten Forschungsinstitute und Unternehmen trafen sich am 15. und 16. Oktober in Lemgo zum Auftakt des Projekts 'Improve'.

Verteter der beteiligten Forschungsinstitute und Unternehmen trafen sich am 15. und 16. Oktober in Lemgo zum Auftakt des Projekts ‚Improve‘.Jessica Zimmermann (CIIT)

Ziel sei es, die virtuelle Fabrik zu Simulations-, Optimierung-, Wartungs- und Diagnosezwecken zu verwenden, erläutert Projektkoordinator Oliver Niggemann, Professor am Institut für industrielle Informationstechnik (INIT) der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. „Wenn uns das gelingt, können wir den manuellen Aufwand einer Anlagenmodellierung deutlich durch innovative, selbstlernende Modelle minimieren.“

Zur virtuellen Fabrik in zwei Schritten

Die virtuelle Fabrik soll in dem EU-Projekt ‚Improve‘ (Innovative Modelling Approaches for Production Systems to Raise Validatable Efficiency – Innovative Modellierungsansätze zur validierbaren Steigerung der Effizienz von Produktionssystemen) über zwei Schritte erreicht werden: Zunächst erstellen die Projektpartner ein virtuelles Modell einer realen industriellen Produktionsanlage. Damit sollen unter anderem Ressourcen- und Energieverbrauch während der Produktion reduziert oder Ausfallzeiten verhindert werden. Der nächste Schritt sieht die Einbindung des Menschen in diesen Prozess vor. Über Assistenzsysteme erhalten Anlagenbediener Unterstützung und Entscheidungshilfen: So zeigen diese beispielsweise auf, welche Baugruppen einer Anlage sich Bediener als erstes anschauen müssen. Daneben schlagen die Systeme geeignete Parameter vor, in welcher Reihenfolge die Produkte am besten gefertigt werden oder sie nennen Gründe für den Ausfall der Maschine.

An dem EU-Projekt ist ein internationales Konsortium aus Forschungsinstituten und Partnern aus der Industrie beteiligt. Die EU fördert das Forschungsvorhaben über drei Jahre mit insgesamt über 4,1 Millionen Euro. Eine halbe Million ist für das Lemgoer INIT vorgesehen. Das internationale EU-Projekt startete Anfang September am INIT, das die Projektidee entwickelte und nun 13 Projektpartner aus sechs EU-Ländern koordiniert. Es läuft im Rahmen des EU-weiten Förderprogramms ‚Horizont 2020‘, in dem forschungs- und anwendungsnahe Projekte gefördert werden.