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Schritt 1 – Abziehen des Außenmantels.
Schritt 2 – Krimpen des Verbindungsstücks direkt auf die Faser.
Schritt 3 – Brechen der Faser.

Unternehmensnetzwerke umfassen E-Mail-Server, Datenrouting, Internet- und Intranet-Dienste sowie Rechner- und Dateiserver, die alle mit Anlagen, Maschinen, Geräten und Sensoren vernetzt sind. In der Vergangenheit kommunizierten sie miteinander über verschiedene Protokolle und damit über unterschiedliche Arten von Routern und Switches. Die Einführung von Ethernet in allen Netzwerkebenen ermöglicht eine schnelle, zuverlässige Echtzeit-Datenkommunikation, die sowohl Steuerung als auch Verwaltung und Vernetzung der Geräte in der Produktion bis hin zur Cloud abdeckt.

Vereinfachte Verlegung

Ein Anwendungsbeispiel ist die Steuerung von Energieanlagen über sichere und robuste Ethernet-Netzwerke. Elektrische Anlagen sind rauen Umwelteinflüssen ausgesetzt, sollen aber störungs- und potenzialfrei angebunden werden. Das bedarf einer robusten und zuverlässigen Verkabelungslösung. Industrielle Glasfaserkabel eignen sich hierzu sehr gut. Zu den besten gehören Low-Smoke-Zero-Halogen (LSZH) -Kabel mit optischen HCS-Stufenindexfasern und einfach zu bedienenden Crimp- und Cleave-Steckern. Im Brandfall haben diese eine geringe Rauchentwicklung ohne dabei Halogene zu emittieren. Dieser Vorteil von LSZH-Materialien ist gerade bei Anwendungen sehr wichtig, wo Menschen und Geräte vor toxischem und korrosivem Gas zu schützen sind. Halogenhaltiges Material, wie Polyvinylchlorid (PVC), setzt dagegen im Brandfall giftiges Chlorgas frei, welches bei Kontakt mit Wasser Salzsäure bildet. Durch den Einsatz von LSZH-Kabeln werden toxische und korrosive Gase, die während der Verbrennung emittieren, reduziert. Außerdem sind LSZH-Kabel leichter und flexibler als PVC-Kabel und vereinfachen damit die Verlegung der Kabel.

Der Einsatz von GiHCS-Glasfasern in der Energieanlagenautomatisierung bietet einige Vorteile:

  • Störfestigkeit gegen elektromagnetische und hochfrequente Strahlungen (EMI / RFI)
  • Blitzschutz mit dielektrischen LWL-Kabeln
  • sie sind kleiner und leichter als herkömmliche Kupferkabel
  • sicherere Datenkommunikation
  • höhere Bandbreite, das heißt höhere Datenraten können über lange Distanzen übertragen werden.

Durch den sich langsam verändernden Brechungsindex im Glas der Gradienten-Index-Faser werden die Signale beim Durchlaufen der Faser weniger verzerrt und weniger gedämpft. Dies ermöglicht höhere Datenübertragungsraten und Reichweiten im Vergleich zu herkömmlichen Stufenindex-Glasfasern. Ebenso wie bei den anderen optischen HCS-Glasfasern von Acal BFI ist der optisch aktive Kern der Gradienten-Index-Faser in einem um 60 Prozent stärkeren Glasmantel eingebettet als Standard-Telekom-Glasfasern und zusätzlich mit einem sehr harten, flexiblen und dünnen Kunststoff ummantelt, der das Glas vor Beschädigungen schützt. Dieser Aufbau ist verantwortlich für die optischen und mechanischen Eigenschaften der Glasfaser. Dadurch eignen sie sich besonders gut für den Einsatz im industriellen Umfeld.

Einfache Konfektionierung mit Steckern

Einer der wesentlichen Vorteile von GiHCS-Kabeln ist jedoch die einfache Konfektionierung mit Steckern. Durch den harten Kunststoff auf der Faser kann der Installateur die Kabel mittels Crimpen direkt mit Steckern versehen. Die Faserendfläche wird optisch klar mit einem Diamantwerkzeug erstellt. Ebenso wie bei elektrischen Anschlüssen werden zuverlässige Werkezuge verwendet: ohne Kraft, ohne Kleber, ohne Polieren.

Nur drei Schritte sind notwendig, um die Stecker zu montieren:

  • Außenmantel abziehen
  • Verbindungsstück direkt auf die Faser crimpen
  • Faser brechen, um eine optische Endfläche zu schaffen. Dieser Vorgang erfolgt mittels der Diamantklinge eines speziellen Präzisions-Brech-Werkzeugs.

Langwieriges Polieren oder Warten bis der Kleber aushärtet, ist nicht nötig.