In Dresden unterhält Infineon bereits einen der größten Standorte des Konzerns für Entwicklung von Wafer-Technologien und Fertigungsprozessen sowie eine hochautomatisierte Produktion. 2.200 Mitarbeiter erforschen und entwickeln dort Technologien für Mikrocontroller, Sensoren und Leistungshalbleiter und fertigen Chips – unter anderem für die Automobilindustrie. Mit dem Entwicklungszentrum will das Unternehmen nun in einer ersten Phase etwa 100 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, mittelfristig sollen 250 Mitarbeiter hinzukommen. Zu deren Hauptaufgaben soll die Modellierung komplexer Systeme und die Entwicklung hochintegrierter Produkte gehören.

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Das neue Entwicklungszentrum entsteht in den Räumen von Infineon in Dresden. Infineon

Automotive ist der größte Geschäftsbereich des Unternehmens: Halbleiter für die Automobilindustrie erzielen 42 Prozent des Konzernumsatzes. „Mikroelektronik sorgt für rund 90 Prozent aller Innovationen im Auto“, erläutert Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon. „Halbleiter machen Elektromobilität und autonomes Fahren überhaupt erst möglich.“ Bei der zunehmenden Vernetzung von Verkehrssystemen spielten Algorithmen, Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge eine zentrale Rolle. Auch mit diesen Themen werde sich das neue Entwicklungszentrum intensiv beschäftigen, so Ploss. Von der direkte Anbindung an den Entwicklungs- und Fertigungsstandort Dresden erhofft man sich bei Infineon Synergien, die die Produktentwicklung und -einführung beschleunigen soll.

„Die sächsische Staatsregierung bietet uns am Wirtschaftsstandort Dresden ideale Rahmenbedingungen“, begründet Mathias Kamolz, Geschäftsführer bei Infineon Technologies Dresden sie Standortentscheidung. Darüber hinaus könne man dort auf ein breites Netzwerk aus Zulieferern, Hochschulen, Forschungsinstituten und öffentlichen Einrichtungen zurückgreifen.