Dr. Helmut Gassel ist Division President Chip Card & Security, Infineon in Neubiberg bei München.

Dr. Helmut Gassel ist Division President Chip Card & Security, Infineon in Neubiberg bei München.

Infineons Sicherheitscontroller der SLE-78-Familie haben vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Sicherheitszertifizierung für den Einsatz in elektronischen Ausweisdokumenten und Chipkartenanwendungen erhalten. „Infineon leitet mit der revolutionären Sicherheitstechnologie Integrity Guard und der SLE-78-Familie ein neues Zeitalter im Bereich der hardwarebasierten Sicherheit ein. Als Innovationstreiber ermöglichen wir es zum ersten Mal in der über 25-jährigen Geschichte der Chipkarte, dass Daten im Prozessorkern selbst verschlüsselt verarbeitet werden“, erklärt Dr. Helmut Gassel, President der Division Chip Card & Security bei Infineon Technologies. Motivation dafür sind die Fortschritte der Angreifer: Statt nur die Kommunikation zu belauschen und Signale auszuwerten, nutzen sie heute auch invasive Angriffe direkt in die Hardware – die Technik dafür ist günstiger als mancher glaubt. Infineon stellt solche Attacken im eigenen Sicherheitslabor nach und weiß daher, wo die Grenzen bisheriger Hardware liegen: Sobald ein Angreifer die geheimen Daten einer Smartcard auslesen kann, gilt sie als geknackt. Der Schwachpunkt ist dabei die Verarbeitung im Prozessorkern, bei der bisher alle Daten im Klartext vorliegen mussten. Die Integrity-Guard-Kerne arbeiten aber mit verschlüsselten Daten, die für den Angreifer nutzlos sind. Der Controller enthält zwei 16-Bit-Kerne, die sich gegenseitig überwachen und Manipulationen erkennen. (lei)