Einer der Gründe für die Ergebnisverbesserung war die steigende Nachfrage sowie höhere Verkaufspreise in der vor der Abspaltung stehenden Speicherchipsparte. Darüber hinaus hat aber auch ein verbessertes EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) im Bereich Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket dazu beigetragen.
Insgesamt konnte Infineon im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal beim EBIT einen Gewinn von 28 Mio. Euro einfahren. Im Vorjahresquartal lag der Verlust noch bei 122 Mio. Euro. Der Nettoverlust wurde auf 26 Mio. Euro eingedämmt. Beim Umsatz verbuchte Infineon ein Plus von sieben Prozent auf 3,67 Mrd. Euro. „Die Ergebnisse des zweiten Quartals zeigen, dass sowohl das Geschäft mit Speicherprodukten als auch die Logiksparte gut aufgestellt sind, um zukünftig erfolgreich als separate Unternehmen zu agieren“, meint Infineon-Chef Wolfgang Ziebart.
Die Ausgliederung der Speicherchipsparte soll am 1. Mai 2006 abgeschlossen sein. Das neue Unternehmen soll dann als 100-prozentige Infineon-Tochter unter dem Namen Qimonda AG die Geschäftstätigkeit aufnehmen. Bevorzugte Option für die Zukunft des Speichergeschäfts ist nach wie vor ein Börsengang. Noch ist aber nichts entschieden.
Für das laufende dritte Quartal rechnet Infineon für den verbliebenen Logikbereich mit einem Rückgang bei Umsatz und EBIT. Für die Speicherchipsparte wird dagegen eine Zunahme der Bit-Produktion um zehn Prozent vorhergesagt. Darüber hinaus werde das EBIT vom Wegfall zentraler Kosten positiv beeinflusst.

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