Der Halbleiterhersteller hat die Ergebnisse für das am 31. Dezember 2001 abgelaufene erste Quartal seines Geschäftsjahres 2002 bekannt gegeben. Im abgelaufenen Quartal wurde ein Umsatz von 1,03 Milliarden Euro erreicht. Das entspricht einem Rückgang von 5 Prozent gegenüber dem vorausgegangenen Quartal und 38 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ursachen für den Umsatzrückgang waren hauptsächlich das anhaltend schwierige Marktumfeld in der Halbleiterindustrie, insbesondere in den Bereichen drahtgebundene Kommunikation und Chipkarten-ICs. Im abgelaufenen Quartal gab es jedoch auch erste positive Anzeichen für eine anziehende Nachfrage für Produkte der mobilen Kommunikation; die Preise für Speicherprodukte stiegen. Die Nachfrage im Bereich Automobil- und Industrieelektronik blieb relativ stabil.


Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) betrug minus 564 Millionen Euro. Dies entspricht einer Verbesserung gegenüber dem vorausgegangenen Quartal, in dem der Verlust noch 882 Millionen Euro betrug. Im ersten Quartal des Jahres 2001 wurde ein positives EBIT von 446 Millionen Euro erzielt. Das EBIT im abgelaufenen Quartal wurde durch den Preisverfall negativ beeinflusst. Der Verlust des vorausgegangenen Quartals errechnet sich aus einmaligen Sondereffekten von 307 Millionen Euro für die Abschreibung von Lagerbeständen, akquisitionsbedingten Aufwendungen, Restrukturierungskosten und Wertminderungen sowie Erlösen aus dem Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsaktivitäten. Der Nettoverlust betrug 331 Millionen Euro, was eine Verbesserung gegenüber dem vorausgegangenen Quartal mit einem Nettoverlust von 523 Millionen Euro darstellt. Im Vorjahreszeitraum wurde noch ein Nettogewinn von 280 Millionen Euro erzielt. Der Verlust pro Aktie betrug im abgelaufenen Quartal 0,48 Euro, gegenüber einem Verlust pro Aktie von 0,76 Euro im vorausgegangenen Quartal und einem Gewinn pro Aktie von 0,45 Euro im ersten Quartal des vorausgegangenen Geschäftsjahres.


„Die Umsatzperformance von Infineon war durch die anhaltend starke Nachfrage bei Speicherprodukten sowie eine moderate Nachfrageerholung im Bereich mobile Kommunikation gekennzeichnet. Doch diese positive Entwicklung konnte den fortgesetzten Rückgang der Nachfrage für Halbleiter in traditionellen Telekommunikations-Infrastrukturprodukten und die durch schwache Nachfrage und Bestandsabbau rückläufigen Umsätze mit Chipkarten-ICs nicht voll ausgleichen“, sagte Dr. Ulrich Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. „Trotz dieser schwierigen Marktsituation mit anhaltend starkem Preisdruck in den meisten Segmenten konnten wir mit konsequentem Cash-Management und der zügigen Umsetzung unseres umfassenden Kostensenkungsprogramms „Impact“ unsere solide Liquiditätsposition erhalten.“