Auto, Wohnung, Fabrik oder Endgerät – Geräte werden zunehmend mit dem Internet verbunden. Noch kommunizieren Mensch und Maschine zumeist über Tastatur und Display. In Zukunft soll die Kommunikation aber sprachgesteuert ablaufen. Infineon will seine Kompetenz in diesem Bereich vergrößern, um so diesen Markt mitzugestalten und das Potential zu nutzen. Als Ergänzung weiterer Partnerschaften hat Infineon daher eine strategische Beteiligung an XMOS erworben. Die Investition von Infineon stellt den größten Beitrag zur aktuellen Finanzierungsrunde der E-Serie von Xmos dar, die dem britischen Unternehmen insgesamt 15 Millionen US-Dollar in die Kasse spülte.

Die Lösungen von Xmos und Infineon können zwischen Personen und künstlichen Schallquellen unterscheiden.

Die Lösungen von Xmos und Infineon können zwischen Personen und künstlichen Schallquellen unterscheiden. Infineon

„Durch diese Investition erschließt Infineon das enorme Potenzial der Sprachsteuerung weiter und kann so auch zukünftige Anwendungen ideal bedienen“, sagte Andreas Urschitz, Präsident der Division Power Management & Multimarket (PMM) bei Infineon. Der Markt für Endgeräte mit sprachgesteuerter Mensch-Maschine-Schnittstelle (Human-Machine-Interface; HMI) umfasst etwa die so genannten „Digital Home Assistants“. Hier erwartet das Marktforschungsunternehmen IHS für die kommenden Jahre eine Gesamtwachstumsrate von 46 Prozent pro Jahr.

Xmos ist ein Halbleiterunternehmen ohne eigene Fertigung mit Sitz in Bristol, Großbritanien und liefert Sprachverarbeitungsmodule für IoT-Geräte. Zusammen mit Infineon stellte Xmos Anfang 2017 eine Lösung vor, die zwischen einer sprechenden Person und einer künstlichen Schallquelle unterscheiden kann. Dazu nutzt die Technologie intelligente Mikrofone zur Anwesenheits- und Gestenerkennung sowie Radar- und Mikrofonsensoren von Infineon, die die Position des Sprechers und seine Entfernung zu den Mikrofonen bestimmen. Die Spracherfassung erfolgte über die Fernfeld-Spracherkennungstechnologie von Xmos.