Eine neue Generation kostengünstiger Infrarot-Sensoren hat Continental Automotive Systems auf dem Genfer Autosalon vorgestellt. Die neuen Sensoren ermöglichen es nun, auch Fahrzeuge der Mittelklasse mit Funktionalitäten wie Abstandswarnung oder Ansteuerung passiver Sicherheitssysteme auszstatten. Die neuen Sensoren gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Den Einstieg in die Fahrzeugumfeldüberwachung bietet ein Sensor mit rund 50 Metern Reichweite, der etwa für eine Abstandswarnung genutzt werden kann.


Bei einem drohenden Auffahrunfall kann die angeschlossene Elektronikeinheit darüber hinaus ein Vorfüllen der Bremsanlage (Prefill) veranlassen sowie über den erweiterten Bremsassistenten volle Bremskraftverstärkung initiieren. Die daraus resultierende Verkürzung des Anhalteweges kann Auffahrunfälle vermeiden oder deren Wucht erheblich minimieren. Mit zwei solchen Sensoren lässt sich das Umfeld vor dem Fahrzeug gründlicher beobachten. Darüber hinaus kann das System nun auch eine autonome Bremsung bei erkannter Unfallgefahr auslösen und Pre-Crash-Maßnahmen wie das Vorstraffen der Sicherheitsgurte veranlassen.


Eine Variante mit etwa 150 Metern Reichweite ermöglicht eine komplette ACC-Funktion (Adaptive Cruise Control) mit abstandsbasierter Geschwindigkeitsanpassung im Bereich von 30 bis 180 km/h mit Warnfunktionen und Bremsassistenz im Gefahrenfall. Werden zwei dieser Sensoren eingesetzt, ist bei attraktiven Kosten ein Full-Range-ACC-System mit einem Regelbereich von 0 bis 200 km/h realisierbar. Darüber hinaus liefern die zwei Infrarot-Sensoren Daten für eine aktiv eingeleitete Gefahrenbremsung und die Konditionierung der passiven Sicherheitssysteme an Bord.


 


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