Innoveda, Inc. , ein Anbieter von Software und Serviceleistungen für das Design moderner elektronischer Produkte, präsentiert mit HDL2PCB die erste Leiterplattendesigntechnologie, die von der HDL-Beschreibung (Hardware Design Language) ohne Schaltplan (Schematic) direkt zur Leiterplatte führt. Die Entwicklungszyklen komplexer Leiterplatten lassen sich damit deutlich reduzieren. Diese anbieterunabhängige, sprachbasierte Design-Methodologie ermöglicht einen vereinfachten Zugang zur HDL-Simulation und -Verifikation und sorgt für eine feste Anbindung an das System-Level-Design. Hierdurch werden die Produkteinführungsrisiken in Zusammenhang mit der Integration umfangreicher, komplexer Bauelemente auf einer Leiterplatte entscheidend entschärft.


Schnelleres Design – weniger Risiken


„Die Möglichkeit, ohne Umweg über einen Schaltplan direkt zum Layout zu kommen, stellt einen echten Durchbruch dar,“ weiß Isaac Achler, Director of R&D bei der Firma Antares Microsystems (San Jose, Kalifornien/USA): „Bisher war es für die Durchführung von Simulationen notwendig, die HDL-Beschreibung umständlich aus dem Layout zu exportieren, was Zeit kostet und Fehler hervorrufen kann. Um diese Probleme zu vermeiden, könnte man die Designs gleich per HDL erstellen. Dann müssten die Schaltpläne allerdings manuell gezeichnet werden, um die für das Layout nötigen Netzlisten anzufertigen. Die Schaltplaneingabe aber gestaltet sich sehr schwierig, wenn große Bauteile mit sehr vielen Pins verwendet werden. Wir bei Antares mussten deshalb schon seine komplexen Bauelemente auf mehrere Schaltplanseiten verteilen. Doch mit einer Technologie, wie Innoveda sie mit HDL2PCB anbietet, können wir diesen Aufwand vermeiden und unsere Netzlisten direkt aus der HDL-Ebene generieren, ohne die Zeit und den Kostenaufwand der Schematic-Eingabe in Kauf zu nehmen. Indem wir dem Entwicklungs-Team diese Aufgabe abnehmen, bleibt mehr Zeit, um unsere eigenen Produkte zu optimieren.“


Ken Tepper, Senior Vice President of Engineering and Marketing bei der Product Realization Group von Innoveda, betont: „Die HDL2PCB-Methodologie bedeutet für den Ingenieur eine erhebliche Entlastung, denn sie vermeidet die Probleme, die sich im Zusammenhang mit komplexen, großen Bauelementen bei der Bibliotheks-Erstellung, der Platzierung im Schaltplan und der Visualisierung für die Schaltplaneingabe ergeben. Auch die fehleranfällige Umsetzung der HDL-Beschreibung in einen Schaltplan kann entfallen. Gleichzeitig wird unseren Kunden geholfen, ihre Produktionskosten gering zu halten, Zeit zu sparen und Fehler zu vermeiden, die zur Überschreitung von Projekt-Zeitplänen und zum Verfehlen von Marktfenstern führen können. HDL2PCB macht es möglich, dass der Kunde bei der Entwicklung komplexer Leiterplatten nicht mehr auf geschriebene Restriktionen Rücksicht nehmen muss, sondern sich ganz auf die Kriterien des Designs konzentrieren kann.“



Wie funktioniert HDL2PCB?


Die HDL2PCB-Designumgebung von Innoveda ebnet einen Weg von der HDL-Beschreibung eines Designs zum Leiterplatten-Layout und räumt dadurch die Probleme aus dem Weg, die sich bei der grafischen Darstellung großer, komplexer Bauelemente ergeben. Die Ausgangsbasis der HDL2PCB-Methodologie sind grafisch oder als Text formulierte Designs in Verilog oder VHDL. Die native Design-Eingabe auf der HDL-Ebene ermöglicht ein reibungsloses Hin- und Herwechseln zwischen Design und Simulation, ohne dass ein Schaltplan oder eine spezielle Umsetzung nötig ist. Mit der HDL2PCB-Designumgebung ist der Schaltplan, der üblicherweise zum Erstellen einer Leiterplatten-Netzliste benötigt wird, nicht mehr erforderlich. Die HDL2PCB-Methodologie kann mit Leiterplatten-Layoutsystemen von Innoveda, Cadence und Mentor kombiniert werden und ihre Ergebnisse im EdaXML-Format ausgeben. Auch die Übernahme parametrischer Attribute aus einer ODBC-Datenbank ist mit HDL2PCB möglich.


Innoveda sucht aktiv nach Kooperationen, um diese Technologie für den Einsatz auf dem allgemeinen Markt zu optimieren.