Schnell zu installieren: Mit dem Insallationssystem QPD lässt sich bis zu 80 % Zeit einsparen.

Schnell zu installieren: Mit dem Insallationssystem QPD lässt sich bis zu 80 % Zeit einsparen. Phoenix Contact

Sind Einsatzorte dezentralisiert, schwer zugänglich oder unterliegen hohen Sicherheitsanforderungen, wird eine industriegerechte Energiezuführung schnell zur Herausforderung – etwa bei Infrastrukturprojekten wie Beleuchtungen für Brücken und Tunnel. Auch an Orten, die dauerhaft stark verunreinigt sind oder wo eine hohe Luftfeuchtigkeit vorliegt, muss elektrische Leistung zur Verfügung stehen. Dabei sollen elektrotechnische Komponenten nicht nur auf lange Sicht eine zuverlässige Verbindung herstellen, sondern sich auch flexibel montieren lassen. Da es im Feld gilt, unterschiedliche Verbraucher zu erreichen, muss ein Installationssystem zudem leicht erweiterbar sein. Und weil die Leitungslänge häufig erst vor Ort bestimmt werden kann, ist die Vorkonfektionierung auf einzelne Geräte beschränkt. Zusätzlich muss noch die Schutzart bedacht werden. Bei allen Punkten dürfen Maschinen und Anlagen in ihrer Funktion nicht durch die Energiezuführung selbst eingeschränkt werden.

Häufig sind bei Verbindungsdosen der Verdrahtungsaufwand und die Zahl der Verzweigungen hoch. Gängige Anschlusstechniken wie Schraub-, Crimp- und Federanschluss sind zwar verbreitet, lassen sich aber meist nur mithilfe von Spezialwerkzeug sowie durch Fachpersonal installieren. Dies erschwert die Montage und eine Installation an schwer zugänglichen Stellen wird fehleranfällig. Bei Anwendungen in schwierigen Bereichen führt dann kein Weg an Sonderlösungen vorbei. Spezielle Gehäuse, Materialkombinationen und Kabelverschraubungen werden erforderlich, um mit Verteilerdosen annähernd Industriestandards zu erreichen.

Bilderstrecke

Nach Schutzart IP68/IP69K gefertigt, ist das Installationssystem auch in Außen- und Feuchtbereichen  einsetzbar.
Der Anschluss des Installationssystems erfolgt in drei Schritten: 1. Leitung vorbereiten, 2. Leitung zentrieren, 3. gasdicht kontaktieren.
Installationssystem QPD in Einsatz in der Turmverkabelung einer Windkraftanlage. Zu sehen sind Steckverbinder, Wanddurchführungen und Leitungsverbinder.
Mithilfe des Installationssystems lassen sich zum Beispiel Leuchten schnell und sicher anschließen.

Schnellanschluss mit Schneidklemmentechnik

Technik im Detail

Installationssystem QPD

  • Polzahl: 3/4/5
  • Bemessungsstoßspannung: 6 kV
  • Stoßfestigkeit: IK07
  • Litzenaufbau/ kleinster Drahtdurchmesser: VDE 0295 Klasse 1-6/ mind. 0,15 mm
  • Anschlusshäufigkeit Wanddurchführungen: 10
  • Steckzyklen Steckverbinder: > 50
  • Leiterquerschnitt: bis 6 mm²/bis 10 (AWG)

Eine Alternative für dieses Szenario bietet das Installationssystem QPD (Quickon Power Distribution): Mithilfe des Quickon-Schnellanschlusses, der auf der IDC-Schneidklemmentechnik basiert, lassen sich Leitungen bis zu 5 x 6 mm² ohne Spezialwerkzeug und ohne Abisolieren anschließen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um PVC-, PE-, TPU- oder Gummiader-Isolation handelt. Kontakt und Zugentlastung stellen sich beim Festdrehen selbst her. Durch definierte Kontaktkräfte gleicht der Quickon-Anschluss zudem Schock und Vibration aus und stellt eine gasdichte und dauerhafte Kontaktierung her. Spannungen bis zu 690 V und Ströme bis zu 40 A sind damit übertragbar. Das Installationssystem entspricht Schutzart IP68/IP69K und kann bei Temperaturen von -40 bis 80 °C betrieben werden.

Das Installationssystems besitzt eine Besonderheit: Die Mutter enthält ein zweistufiges Grob- und Feingewinde, das in seiner Funktion einem Getriebe ähnelt. Durch die unterschiedlichen Gewindesteigungen werden Mutter und Splice-Body beim Beschalten fast mühelos in das Gehäuse hinein- und beim Entschalten aus dem Gehäuse hinaustransportiert. Anwender finden die richtige Steckposition anhand einer speziellen Codierung.

Bis zu 80 % Zeit einsparen

Technik im Detail

IDC steht für Insulation Displacement Connection (isolationsverdrängende Kontaktierung) – eine löt-, schraub- und abisolierfreie Anschlusstechnik, die seit Anfang der 1970er Jahre im Einsatz ist. Dabei werden die Adern einer Leitung mitsamt Isolierung einzeln in einen sogenannten Schneidkontakt gepresst. Scharfe Kontakte durchtrennen die Aderisolierung und stellen eine gasdichte, elektrische Verbindung her. Die Schneidkontur sorgt dafür, dass die Einzellitzen der Leiter nicht beschädigt werden. Trotzdem wirkt genügend Kontaktkraft, um den Leiter mechanisch ausreichend fest zu klemmen. Gemäß der Norm muss die Beschaltung der Kontaktstelle mindestens zehnmal möglich sein.

Nutzer der IDC-Schnellanschlusstechnik sparen beim Anschließen bis zu 80 % Zeit ein und reduzieren   Installationskosten. Zudem ist die Verbindung jederzeit wieder lösbar und die Komponenten sind mehrfach verwendbar. Wartungsarbeiten sind so im Bedarfsfall schnell und einfach ausführbar, was insbesondere für Systeme, bei denen die Sicherheit im Vordergrund steht, wichtig ist.

Eine leistungsfähige Energieverteilung sollte auch unterschiedliche Schnittstellen schnell und flexibel bedienen können. Die Produktfamilie des QPD-Installationssystems umfasst Steck-, und Leitungsverbinder, H- und T-Verteiler sowie Wanddurchführungen.  Anwender können damit die Installation bis hin zur Bedarfsstelle individuell umsetzen. Auch eine einfache Montage wurde bedacht: QPD-Wanddurchführungen fungieren als von außen anschließbare Kabelverschraubungen. Die Geräte werden nicht geöffnet, um die Schutzart des Geräteherstellers beizubehalten. Da die Produktgruppe sehr kompakt baut (für Leitungsquerschnitte von 0,5 mm² bis 1,5 mm²), eignet sie sich speziell für Anwendungen mit eingeschränktem Installationsraum. Damit kommt das System dem Trend der fortschreitenden Miniaturisierung entgegen. Beim Aufbau und Betrieb von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien ist zudem das Plug-and-play-Prinzip des QPD-Systems praktisch: Motoren lassen sich ohne Öffnen des Geräts durch die Wanddurchführungen anschließen.

Aussteller Motek: Halle 7, Stand 525