„Die bislang üblichen Insellösungen von Produktentwicklungs-, Produktions- und Servicesoftware werden sich zunehmend zu einem integrierten Systemgeschäft wandeln.“ Helmut Gierse ist Vorsitzender des Bereichsvorstands Automation and Drives (A&D) bei Siemen

„Die bislang üblichen Insellösungen von Produktentwicklungs-, Produktions- und Servicesoftware werden sich zunehmend zu einem integrierten Systemgeschäft wandeln.“ Helmut Gierse ist Vorsitzender des Bereichsvorstands Automation and Drives (A&D) bei Siemen

Wieder einmal mehr als selbstbewusst bekräftigt Helmut Gierse, Vorsitzender des Bereichsvorstands Automation and Drives (A&D) bei Siemens, auf der aktuellen Pressekonferenz, auch 2006 die Nummer-1-Position im Automatisierungsmarkt gefestigt zu haben. In den Fertigungsindustrien führt Siemens A&D den Weltmarkt weiter an, in der Prozessautomatisierung konnte durch die Zukäufe von Flender und Robicon Rang drei erreicht werden. Mit einem Umsatz von mehr als 12,8 Mrd. € erhöhte sich das Bereichsergebnis auf über 1,57 Mrd. €. Die weltweite Mitarbeiterzahl stieg gegenüber dem Vorjahr um fast 10000 Beschäftigte auf rund 70600.

Auf Datenvernetzung ausgerichtet

Neben durchgängigen IT-Systemen für Asset-Management, HMI (Human Machine Interface) und MES (Manufacturing Execution Systems) fokussiert sich der Bereich A&D vor allem auf die Entwicklungen im digitalen Engineering. Hintergrund ist die Forderung der Industrie nach integraler Datenvernetzung. Gefordert sind flexible Fertigungsanlagen, eine Synchronisation der Warenwirtschaftssysteme mit den Produktionssystemen und die Rückverfolgbarkeit der Produktion. In Zukunft will man schon bei der Planung neuer Produktionssysteme die vom Verbraucher geforderten Produktvarianten berücksichtigen. Dies wird künftig bereits in der Engineering-Phase über die digitale Ankopplung der Entwicklung an die Produktion sichergestellt. Helmut Gierse erwartet, dass es im Automobilbau und in anderen Industrien in Zukunft ein integriertes Design für Mechanik, Automatisierung und Steuerung gibt, bei dem ein Code-Umsetzer die SPS-Codes automatisch generiert. Auf dem Weg dahin werden Steuerungsdesigns über leistungsfähige Engineeringsysteme wie dem Simatic Automation Designer erstellt. Schnittstellen bedeuten Zeitverzug Den beschriebenen Marktentwicklungen trägt Siemens A&D Rechnung, indem das industrielle Softwareportfolio um PLM-Systeme erweitert wurde. Aus diesem Grund erfolgte die Übernahme der UGS Corporation, mit dem kompletten Spektrum an Tools für computer-unterstützes Design CAD, digitales Produktdatenmanagement PDM und Software zur Simulation von Fertigungsprozessen (digitale Fabrik). UGS soll ein Geschäftsgebiet des Bereichs A&D werden. Im Fokus hat Siemens die Abnehmerbranchen Aerospace, Automotive sowie den allgemeinen Maschinenbau. Man erwartet, dass PLM-Software mittelfristig auch für die Hybrid- und Prozessautomatisierung einen Produktivitätsschub leistet.

HMI2007: Halle 9, Stand A72

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