Für eine Listung in seinem Marketplace setzt der Distributor Conrad bestimmte Kriterien an die Seller voraus. Die Seller, also Anbieter, die ihre Produkte über den Marketplace vertreiben, müssen zum einen nach DIN ISO 9001 zertifiziert sein. Diese Norm regelt Mindestanforderungen an das Qualitätsmanagement eines Unternehmens, um Produkte und Dienstleistungen bereitstellen zu können, die Kundenerwartungen und behördliche Anforderungen erfüllen. Außerdem müssen die Produkte der Anbieter den Anforderungen der Zielgruppe entsprechen. Darüber hinaus sind laut Conrad auch erste Erfahrungen mit dem Handel auf Online-Marktplätzen von Vorteil.

Auf dem Conrad-Marketplace können auch andere Unternehmen ihre Produkte anbieten.

Auf dem Conrad-Marketplace können auch andere Unternehmen ihre Produkte anbieten. Conrad

Jedoch sind nicht alle Verkäufer nach DIN 9001 zertifiziert, die auf der B2B-Plattform ihre Produkte vertreiben wollen. Beispielsweise wollte Samaco, ein Industriegroßhandel, seine Produkte auf dem Online-Marketplace anbieten, allerdings fehlte dem Unternehmen die Zertifizierung und damit eine Voraussetzung. Das Unternehmen konnte die DIN-9001-Zertifizierung jedoch innerhalb weniger Wochen nachholen. „Der eine Gedanke war, dass wir auf dem Conrad Marketplace dabei sein wollten. Der andere Gedanke war, dass dies ein guter Anlass ist, die ISO-Zertifizierung auf schnelle und professionelle Weise einzurichten, zumal diese auch grundlegend für die Zukunft unseres Unternehmens selbst wichtig ist“, erklärt Sascha Hartman, Key Account Manager bei Samaco.

Nach erfolgreicher Zertifizierung konnte Conrad mit dem Onboarding der Produkte von Samaco beginnen. Dazu mussten Produktlisten in die Content- und IT-Architektur integriert werden, wobei die Dateien über gängige Schnittstellen in den Marketplace eingelesen werden. So sind jetzt bereits mehrere Tausend Produkte von Samaco auf der B2B-Plattform verfügbar.