Aus Sicht von RS bietet diese Zusammenarbeit dem Unternehmen nun die Möglichkeit, moderne Computing-Möglichkeiten für die breite und über viele Industriemärkte aufgefächerte Kundenbasis zugänglich zu machen. Zu den speziell auf das Computing und die Embedded-Entwicklung in zahlreichen Anwendungen und IoT-basierenden Projekten abzielenden Produkten gehören zwei NUC-Singleboard-Computer, basierend auf dem Atom-Prozessor E3815 und dem leistungsstarken Core-i5-Prozessor 5300U. Hinzu kommt die vollständige Edison-Entwicklungsplattform, der Compute-Stick und der Arduino Genuino 101.

Singleboard-Computer

Das Edison-Board für Arduino.

Das Edison-Board für Arduino. RS Components

Intel NUC Core i5 5300U ist ein sehr kompakter Singleboard-Computer, der einen 2,9-GHz-Dual-Core-i5-5300U-Prozessor mit 3 MByte Cache-Speicher kombiniert. Hinzu kommen integrierte Grafikfunktionen, Gigabit-Ethernet-Konnektivität und vier USB-3.0-Ports, die für hohen Datendurchsatz sorgen. Der Prozessor eignet sich sehr gut für anspruchsvolle Digital-Signal-Processing-Anwendungen (DSP) sowie für Entwickler, die sich mit IoT-Anwendungen beschäftigen und leistungsstarke Ressourcen benötigen. Ein Beispiel für ein solches Projekt, das auf die hohe Rechenleistung des NUC Core i5 5300U aufbaut, ist auf der RS-Design-Spark-blog-site dargestellt. Dieser Blog-Beitrag beschreibt die Entwicklung einer in sich geschlossenen Software-Defined-Radio-Anwendung (SDR), die unter Linux läuft. Hier finden sich auch andere Projekte, die auf den Open-Source-SDR-Frameworks basieren. Ein wesentliches Merkmal des NUC ist der M.2-SSD-Anschluss. Dies ermöglicht bei geringem zusätzlichen Platzbedarf High-Performance Solid-State Storage zu integrieren.

Die Toolsuite Intel Edison

Intel Edison ist eine wichtige Toolsuite für die Open-Source-Entwicklung, die auf das Internet der Dinge und Wearable-Computing-Produkte abzielt. Die Plattform basiert auf dem sehr kleinen Edison-Compute-Modul, das mit dem Edison-Breakout-Board für Rapid Prototyping und dem Edison-Board für Arduino arbeitet. Das Edison-Modul ist ein stark miniaturisiertes Compute-Modul, das sofort für den Einbau in ein Produkt bereit ist. Es bietet ein System-on-Chip (SoC), das auf die 22-nm-Prozesstechnologie aufbaut. Dieses fasst einen Dual-Core- und Dual-Thread-500-MHz-Intel-Atom-Prozessor sowie einen 100-MHz-32-Bit-Intel-Quark-Mikrocontroller zusammen. Außerdem bietet die Plattform Zwei-Band-WLAN (2,4 und 5 GHz) und Niedrigenergie-Bluetooth-Smart-Konnektivität sowie Device-to-Device- und Device-to-Cloud-Konnektivität für die Anwendungsentwicklung im Bereich des Internets der Dinge.

Intel Edison ist eine wichtige Toolsuite für die Open-Source-Entwicklung.

Intel Edison ist eine wichtige Toolsuite für die Open-Source-Entwicklung. RS Components

Die Edison-Erweiterungskarte bietet Schnittstellen zu einer breiten Palette von Arduino Uno R3 Shields und ermöglicht damit den Anschluss an eine schnelle und einfache Prototyping-Hardware über Open-Source-Software und der Arduino-Entwicklungsumgebung. Die Input/Output- und Interface-Optionen auf der Platine umfassen 20 digitale I/O-Pins, einschließlich vier Pins als PWM-Ausgänge, sechs analoge Eingänge, UART und SPI Sechs-Pin-Header. Das Breakout-Board ist nur wenig größer als das eigentliche Modul und setzt das native 1,8-V-I/O-Modul des Edison-Boards frei. Es bietet eine 0,1″-Gitter-I/O-Anordnung von Lötpunkten für die Durchsteckmontage.

Intel-Compute-Stick

Der Compute-Stick wurde entwickelt, um einen HDMI-Fernseher oder Monitor in einen voll funktionsfähigen Computer zu verwandeln.

Der Compute-Stick wurde entwickelt, um einen HDMI-Fernseher oder Monitor in einen voll funktionsfähigen Computer zu verwandeln. RS Components

Ein weiteres neues Schlüsselprodukt ist der Compute-Stick. Erhältlich in zwei verschiedenen Versionen wurde der Compute-Stick entwickelt, um einen HDMI-Fernseher oder Monitor in einen voll funktionsfähigen Computer zu verwandeln. Im Wesentlichen handelt es sich um einen zuverlässigen Mini-PC, der einem breiten USB-Memory-Stick ähnlich sieht, allerdings in die HDMI-Buchse eines Bildschirms eingesteckt wird. Das Gerät bietet die Wahl zwischen den Betriebssystemen Windows 10 oder Ubuntu Linux und im Vergleich zu einem Fullsize-Computer eine wettbewerbsfähige Performance, Speicherkapazität und Wireless-Konnektivität bei viel geringeren Kosten und Abmessungen von nur 103 × 37 × 12 mm3. Zudem verfügt das Gerät über integrierte Intel-HD-Grafik und zusätzliche Anschlussmöglichkeiten wie W-LAN und Bluetooth 4.0. Das Einzige, was zur Verwandlung in einen traditionellen Büro-PC noch fehlt, sind beispielsweise eine Stromversorgung, eine drahtlose Tastatur und eine Maus. Allerdings spielt das Produkt erst im industriellen Markt seine echten Vorzüge aus. Hier bietet es alle Funktionen, um leicht Digital-Signage-Systeme oder POS-Display-Anwendungen umzusetzen. Die Windows-Version verfügt über 32 GB eMMC-Flash-Speicher und 2 GB DDR3L-SDRAM. 8 GB eMMC-Flash-Speicher und 1 GB DDR3L-SDRAM weist die Ubuntu-Linux-Fassung auf.

Genuino 101, powered by Intel

Für den Bildungssektor sowie für Maker und Embedded-Entwickler hat RS auch die Genuino 101 in das Lieferprogramm aufgenommen. Es handelt sich um ein Entry-Level-Lern- und -Entwicklungsboard auf Basis der Arduino-Plattform mit Intel-Technik. Genuino ist jedoch nicht nur ein leistungsfähiges Lernwerkzeug, es bietet auch erfahrenen Entwicklern die Möglichkeit, Konzeptideen für das Internet der Dinge wie Wearables und smarte Consumer-Geräte bis zum Prototypenstadium zu entwickeln.

Betrieben durch ein Intel-Curie-Modul, das den 32-Bit-Intel-Quark-SoC mit 384 kByte Flash-Speicher und 80 kByte SRAM verbindet, verfügt das Board über Bluetooth-Smart-Funknetzwerkverbindung (Bluetooth Low-Energy) und einen Sechs-Achsen-Combo-Sensor, der die Eigenschaften eines Beschleunigungsmessers und eines Gyroskops verbindet. Damit eignet sich das Board sehr gut für Always-on-Sensor-Hub-basierende Anwendungen und Projekte wie Fitness-Monitore. Softwareseitig läuft es mit einem RTOS (Real-Time Operating System) und einem Open-Source-basierenden Software-Framework, das Intel entwickelte, um den Zugriff auf die Arduino-Entwicklungsumgebung zu ermöglichen und gleichzeitig die Kompatibilität mit Windows, MAC OS und Linux-Betriebssystemen zu erlauben.

Electronica Halle A4, Stand 241