Neben einer stabilen und sicheren Vernetzung spielen auch intelligente Benutzerschnittstellen eine wichtige Rolle für IoT- und Industrie-4.0-Anwendungen. Gerade Touch-Displays eignen sich besonders für die Interaktion mit dem Netz, denn die grafische Visualisierung von Zuständen und Prozessen ist für das menschliche Gehirn sehr viel einfacher erfassbar als eine alphanumerische. Ein Touch-Panel mit einer grafischen Benutzerschnittstelle ermöglicht eine effiziente Interaktion mit dem System – beispielsweise im Smart Home, bei Ladesäulen oder bei vernetzten Maschinen in der Smart Factory.

Die Integration eines herkömmlichen Displays ist mit einem erheblichen Hardware- und Software-Entwicklungsaufwand für die Ansteuerungselektronik und einem entsprechenden Know-how-Bedarf verbunden. Da sich derartige Eigenentwicklungen nur für große Stückzahlen rechnen, suchen Hersteller nach einer Lösung, mit der sie auf einfachem Weg und ohne spezielles Display-Wissen eine Benutzerschnittstelle kostengünstig und zügig realisieren können.

Intelligente Displays helfen bei Geräten mit kleinen und mittleren Stückzahlen, Entwicklungsaufwand und -zeit so zu reduzieren, dass eine wirtschaftliche Lösung möglich wird. Basis dafür ist zum einen die einfache Handhabung auch für Nicht-Experten und zum anderen eine integrierte Entwicklungsumgebung, die dafür sorgt, dass die Designer in ihrer Arbeit optimal unterstützt werden.

Entwicklungsaufwand verringern

Die von Demmel Products entwickelten Intelligent LCDs (iLCDs) enthalten alle für die Ansteuerung eines Displays notwendigen Komponenten direkt auf dem Panel. Mit ihren integrierten Funktionen und Schnittstellen helfen sie, den Entwicklungsaufwand zu begrenzen und kalkulierbar zu machen. Entwickler können mit diesen intelligenten Displays den Fokus auf das anwendungsspezifische Design richten, anstatt sich der Integration der Displays auf der Elektronik- und Softwareebene widmen zu müssen. Nicht nur Kosten und Komplexität werden damit gesenkt, sondern auch die Produkteinführungszeiten.

Ein solches iLCD wird nicht mehr auf Pixelebene angesprochen, sondern über parametrierbare High-Level-Kommandos. Die Kommunikation mit dem intelligenten Display ist einfacher und weit weniger bandbreitenintensiv als eine direkte Ansteuerung des Displays. Die Anbindung erfolgt über eine der eingebauten Schnittstellen, beispielsweise RS232, USB, I²C oder SPI. Auch eine Anbindung über TCP/IP ist möglich, womit die Benutzerschnittstelle über eine IP-Adresse angesteuert werden kann. Es sind diverse I/O-Funktionen verfügbar, mithilfe derer sich beispielsweise digitale Ein- und Ausgänge sowie Drehgeber, analoge Sensoren oder Leuchtdioden, Relais und Lautsprecher über das Panel anschließen und ansteuern lassen.

Eine intuitive Entwicklungsumgebung (IDE) bildet zusammen mit den iLCD-Panels einen ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung und Integration moderner Benutzerschnittstellen. Demmel stellt hierfür den iLCD-Manager XE zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine IDE, mit der sich alle Panels aus der iLCD-Produktlinie einrichten, konfigurieren, programmieren und testen lassen. Mit dem Tool können Entwickler in kurzer Zeit Displayprototypen erstellen und diese rasch in die Serie übergeleiten. Die IDE ermöglicht eine einfache Handhabung der iLCD-Technologie, die es dem Entwickler unter anderem erlaubt, alle benötigten Grafiken, Animationen, Fonts, Textbausteine und Makros im Flash-Speicher des iLCD-Panels abzulegen.

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