Wissenschaftler des Fachbereichs Informatik der Hochschule Darmstadt sowie die Unternehmen Dicta Jet, Isra Surface Vision und Kuka wollen innerhalb von Pro Dok 4.0 (prozessorientierte Dokumentation für Industrie 4.0) ein Informationsmanagement entwickeln, das die von Industriemaschinen weitergegebenen Daten sammelt. Diese Informationen sollen in einem cloudbasierten Dokumentationssystem zusammenlaufen, das über beliebige Endgeräte erreichbar ist.

„Die betroffene Maschine soll automatisch erkennen, in welcher Situation sie ist“, erklärt Prof. Bernhard Humm, Hochschule Darmstadt. Er bringt seine Expertise im Bereich Semantik ein: Mithilfe statistischer Verfahren will der Wissenschaftler eine Vielzahl von Dokumenten, zum Beispiel Handbücher von Industrierobotern, nach der jeweils relevanten Information durchsuchen. Meldet eine Maschine, dass der Greifarm eines Roboters defekt ist, liefert das Dokumentationssystem passende Anleitungen zur Reparatur. Mitarbeiter in einer Fabrik können diese dann abrufen, sehen welches Teil einer Maschine defekt ist und es reparieren. Von dem System sollen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen profitieren, die in der Regel wenig Personal zur Verfügung haben.