Udo Weller, geschäftsführender Gesellschafter des Stuttgarter Veranstalters, untitled exhibitions.

Udo Weller, geschäftsführender Gesellschafter des Stuttgarter Veranstalters, untitled exhibitions. untitled exhibitions

elektronik journal: Herr Weller, warum haben Sie sich so intensiv mit dem Themenumfeld Licht und Beleuchtung beschäftigt?

Udo Weller: Die Chancen und Möglichkeiten, die sich aus der rasanten Entwicklung der Licht- und Beleuchtungsindustrie ergeben, sind enorm – nicht nur für jedes einzelne Unternehmen, sondern auch für den Standort Deutschland insgesamt. Schon heute sind Lichtlösungen und Anwendungen realisierbar, die noch vor kurzem undenkbar waren – und jede neue Entwicklung ist gleichzeitig Ideengeber für den nächsten Schritt, bringt wiederum neue Ideen hervor. Treiber dieser Entwicklung sind innovative Unternehmen aus allen Produktionsstufen – vom klassischen Zulieferer bis zum Start-up.

elektronik journal: Was hat letztlich dazu geführt, eine Messe in diesem Themenbereich zu gründen?

Udo Weller: Eine wichtige Funktion bei der Erschließung dieses Innovationspotenzials haben Veranstaltungen, die den Austausch zur technologischen Entwicklung fördern – Kongresse, Seminare und vor allem Fachmessen. Sie führen nicht nur Nachfrage und Angebot zusammen, sondern schaffen den Raum für einen Erfahrungs- und Meinungsaustausch, der für die weitere Entwicklung der Lichttechnik unverzichtbar ist.

elektronik journal: Noch eine Messe mehr? Gibt es dazu überhaupt Bedarf?

Udo Weller: Aus unseren Vorgesprächen mit den Akteuren, also Leuchtenherstellern und ihren Zulieferern wissen wir, dass dieses Forum bisher fehlte und die Entwickler der Leuchtenhersteller diverse Messen besuchen müssen, um sich über alle verfügbaren Komponenten und Lösungen einen Überblick zu verschaffen. Darüber hinaus bleibt auf anderen Messen, insbesondere wenn sie mehrere Stufen der Wertschöpfungskette abdecken, zu wenig Zeit für eine vertiefte technische Erörterung oder die Ansprechpartner dafür fehlen.

elektronik journal: Was ist das Besondere an „lighting technology“?

Udo Weller: Bei der lighting technology bringen wir die Entwicklungsingenieure und technischen Einkäufer auf der einen Seite mit den Anbietern der Technik auf der anderen Seite zusammen und setzen auf die Verknüpfung der großen Bandbreite an technologischen Lösungen im Messebereich mit dem fundierten Informationsangebot der 40 Workshops „Future Lighting“ unter fachlicher Leitung von Prof. Dr. ­Ing. Ulrich Kuipers von der Fachhochschule Südwestfalen.

elektronik journal: Welche Zielgruppe adressiert die lighting technology?

Udo Weller: Mit der lighting technology schaffen wir eine professionelle Kommunikations- und Technologie-Plattform für die Macher des Lichts. Die Aussteller zeigen Technologien, Komponenten, Systeme, Hard- und Software für sämtliche Produkte und Anwendungsbereiche der Leuchtenindustrie und Lichttechnik. Die Messebesucher sind Entwickler, Einkäufer und Entscheider von Unternehmen der „klassischen“ Leuchtenindustrie als auch von Herstellern von Licht- und Beleuchtungssystemen sämtlicher Anwendungsgebiete der Lichttechnik. Die lighting technology kann somit von Ausstellern und Besuchern als externe F&E-Abteilung genutzt werden und auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag leisten bei der anwendungsnahen Entwicklung, praktischen Realisierung und Planung zukunftsfähiger und energieeffizienter Beleuchtungssysteme.

elektronik journal: Wo liegen die Schwerpunkte der Messe?

Udo Weller: Die neuen Anwendungen und Lösungen in der Lichttechnik basieren in erster Linie auf der technologischen Entwicklung der eingesetzten Komponenten und genau diese stehen im Fokus der Messe: Bauelemente, Gehäuse, Materialien, Messgeräte, Sensorik, Optische Komponenten, Lichtlenkung, Vernetzung, Solid State Lighting, Lampen, Lacke, Dienstleistungen, Hard- und Software und weitere – der Messebesucher findet ein umfangreiches Angebot an top-aktuellen Produkten und Lösungen.

elektronik journal: Was sind die Vorteile für Aussteller?

Udo Weller: Für die angesprochenen Unternehmen gilt es nun, diese Chance zu nutzen und sowohl für das eigene Unternehmen als auch für die gesamte Branche ein Zeichen zu setzen – und zwar schon zur Premiere der lighting technology in diesem Jahr. Mit unserem maßgeschneiderten Service ist eine Beteiligung schnell und effizient organisiert, Buchungen sind deshalb auch noch kurzfristig möglich. Mit der Teilnahme an der Messe unterstützen Aussteller die Entwicklung dieser so wichtigen Kommunikationsplattform für sämtliche Anwendungen des intelligenten Lichts und gewinnen noch in diesem Jahr neue Interessenten und Kunden auf der lighting technology 2017.

elektronik journal: Gab es schon erste Reaktionen der Branche auf die lighting technology?

Udo Weller: Nur wenige Wochen vor der Premiere gibt es selbstverständlich mehr als erste Reaktionen. Das Feedback aus der Branche ist von Beginn an äußerst positiv: Es wird allseits bestätigt, dass die lighting technology als Expertenforum das Potenzial hat, neue Chancen zu generieren und einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung und Steigerung von Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Branche zu leisten.

Beteiligen werden sich deshalb die First mover dieser Entwicklung, innovative Unternehmen aus allen Produktionsstufen, vom klassischen Zulieferer bis zum Start-up. Als typische Entwickler- und Arbeitsmesse basiert die Veranstaltung auf dem Zusammenspiel von Exponaten und Vorträgen und bietet schon zur Premiere in diesem Jahr die Präsenz von zirka 90 Marken, davon knapp 70 auf Ständen und 20 zusätzlich durch die Workshopteilnahme (Stand August 2017).

Wie bei jeder neuen Messe sind es die kurzfristig handelnden Pioniere, die bei neuen Vertriebsaktivitäten unmittelbar dabei sind, während die langfristig denkenden Entscheider sich erst vor Ort informieren wollen und so ein erhebliches Potenzial für die weitere Entwicklung der lighting technology bilden.

elektronik journal: Die Messe wird begleitet von einer Hands-on-Workshop-Reihe. Welche Themen stehen hier im Mittelpunkt?

Udo Weller: Entsprechend der Zielsetzung der lighting technology sind die Themen sehr breit aufgestellt. Sie gehen von nichtvisuellen Lichteffekten auf den Menschen, wie melanopische Lichtwirkungen und Human Centric Lighting oder Flicker, über lichttechnische Komponenten wie LEDs, Aufbau- und Verbindungstechnik, Lichtlenkung, Sensoren, Kommunikationskomponenten für Smart-Home und das Internet der Dinge, bis hin zu Beleuchtungssystementwicklungen.

Das Programm wurde übrigens vom unabhängigen Fachbeirat der lighting technology unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Kuipers, FH Südwestfalen zusammengestellt. Aktualität, Innovationspotenzial und Zielgruppenrelevanz hatten bei der Auswahl der Beiträge oberste Priorität.

Auf der Referentenliste der 40 Workshops stehen so hochrangige Firmennamen wie zum Beispiel Osram Opto Semiconductors, Tridonic, Lumileds, Cree, Dial oder Trilux Akademie. Aktuellstes Wissen und neueste Erkenntnisse zu den wichtigsten Fragestellungen der Branche werden präsentiert und diskutiert.

Teilnehmer können wahlweise mehrere Workshops aus einem Themenbereich besuchen oder zwischen den Themenblöcken wechseln. Halbtages- und Tagestickets geben dabei die notwendige Flexibilität für eine individuelle Programm-Zusammenstellung.

elektronik journal: Herr Weller, vielen Dank für das Gespräch.