In Maschinenbau und Elektrotechnik sind Fachkräfte mit Kenntnissen in Sachen Industrie 4.0 besonders gefragt.

In Maschinenbau und Elektrotechnik sind Fachkräfte mit Kenntnissen in Sachen Industrie 4.0 besonders gefragt. Schaeffler Gruppe

Der Adecco Stellenindex des gleichnamigen Personaldienstleisters wertet monatlich die Stellenangebote aus 166 Printmedien und 32 Online-Jobbörsen in Deutschland aus. Im Verlauf der letzten zwölf Monate zeigte sich in der Stellenmarktentwicklung bereits, wie die neuen digitalen Technologien bei der Fachkräftesuche eine immer größere Rolle spielen. Während der deutsche Stellenmarkt zwischen Februar zwischen 2016 und 2017 im Durchschnitt um 18 Prozent gewachsen ist, hat sich die Zahl der Stellen mit Schwerpunkt auf bestimmte innovative Technologien teils mehr als verdoppelt.

So wurden im Februar dieses Jahres 122 Prozent mehr Jobangebote veröffentlicht, in denen der Begriff „Industrie 4.0“ im Vordergrund steht. Im Januar 2017 waren es sogar 177 Prozent mehr Stellen als im Februar 2016. Fachkräfte, die das Thema „Internet of Things“ (IoT) vorantreiben sollen, wurden im Februar doppelt so oft gesucht als noch ein Jahr zuvor. Auch im Bereich Robotik ist im Laufe der vergangenen zwölf Monate eine kontinuierlich steigende Personalnachfrage zu beobachten. Im Februar wurden 69 Prozent mehr Mitarbeiter für diesen Schwerpunkt gesucht als im Vorjahresmonat.

Elektrotechnik mit großem Bedarf an IoT-Spezialisten

Der Maschinenbau sucht bisher die meisten Fachkräfte und Spezialisten für die innovativen digitalen Technologien der Industrie 4.0. So hat diese Branche in den letzten zwölf Monaten 9.160 Stellen ausgeschrieben. Die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten und elektronischen Erzeugnissen boten 8.100 Stellen an. Auf dem dritten Platz folgen Automobilhersteller mit 7.000 Jobs.

Betrachtet man die Anteile in den jeweiligen Branchen, ergibt sich ein aussagekräftiges Bild. Während im Gesamtdurchschnitt nur 1,2 Prozent aller in Deutschland angebotenen Stellen Industrie 4.0 in den Mittelpunkt stellen, liegt die Quote bei den Produzenten von Datenverarbeitungsgeräten bei 8,2 Prozent. Die Hersteller elektrischer Ausrüstungen suchen zu 6,8 Prozent nach Fachkräften für die neuen Technologien. Maschinenbau folgt mit 6,7 Prozent und die Automobilbranche mit 6,1 Prozent.

Baden-Württemberg bleibt Technologie-Hotspot

Regional konzentriert sich die Fachkräftenachfrage auf die größten Industriestandorte Baden-Württemberg (37 Prozent) und Bayern (27 Prozent). Diese beiden Bundesländer boten über zwei Drittel aller Stellen im Technologieumfeld an. Nordrhein-Westfalen mit 14 Prozent belegt den dritten Platz. In der Hauptstadt lag das Angebot der letzten zwölf Monate bei knapp 2.780 Stellen (7 Prozent).