Mit dem feingranularen Re­mote-I/O in IP 20 gelang Wago bereits vor zehn Jah­ren ein großer Wurf. Jetzt holt man mit Speedway 767 nun auch im IP67-Segment kräftig Schwung.


Den Forderungen nach schaltschrankloser Auto­ma­tisierung werden nach wie vor Grenzen gesetzt durch unhandliche, langsame und unflexible I/O-Systeme, deren Funktionalität weit hinter der moderner IP20-I/Os zurück bleibt. „Mit Speedway767 stellen wir eine neue Familie IP67-geschützter E/A-Module vor, die aktuellen IP20-Produkten in nichts nach­steht,“ betonte Wago-Ge­schäftsführer Sven Hohorst bei der gestrigen Markt­einführung. Bereits im ersten Schritt ist die gesamte SPS-Welt über Profibus, Profinet, Ethernet/IP und DeviceNet erreichbar. Neben Feldbus­kopplern gibt es für alle Feldbusse Kopfmodule mit integriertem Controller auf Basis von Codesys 3.0. Jede Kopfstation kann um 64 Module mit insgesamt 512 Kanälen bis zu einer Ge­samtausdehnung von 500 Metern erweitert werden. Dabei ermittelt das System in Abhängigkeit von der Aus­dehnung die maximal mög­liche Taktfrequenz mittels Dynamic Speed Control (DSC).


„Selbst bei maximaler Ausdehnung ergibt sich bei Zykluszeiten unter 100 µs und einem Jitter kleiner als 1µs, noch eine Performance, die unerreicht ist,“ schwärmt Hohorst. Ein- und Ausgänge sind systemweit syn­chro­nisierbar. Schnelle Regel­kreise der Antriebstechnik können sauber geschlossen werden und auch an­spruchsvollste Messtechnik kommt ohne proprietäre Elektronik aus.


Für den Wago-Ge­schäfts­führer ist die Zeit der Modulsammlungen vorbei. Hersteller und Anwender profitieren hier gleichermaßen vom Einsatz aktueller Elek­t­ronik und deren geschickte Implementierung: Die gän­gigen analogen Eingangs­be­reiche konnten in einer Eingangsklemme kom­biniert werden – „kanalweise einstellbar!“ so Hohorst. Darüber hinaus lassen sich für jeden Eingang separat Grenzwerte, Ersatzwerte un­terschiedlicher Strategien und Filterzeiten festlegen. Des Weiteren stehen Betriebsarten wie Trigger- oder Syn­chron­betrieb zur Auswahl. Un­verzichtbar sind auch aus­sagekräftige Diagnose­infor­mationen: Hier ist die zielgerichtete Fehlerloka­li­sierung auf Stations-, Modul- oder Kanalebene möglich. Service via USB-Interface macht moderne PC-Tech­nologie erreichbar und ist zukunftssicher. Die Paramet­rierung erfolgt über DTMs, die in jedes FDT-Framework nahtlos zu integrieren sind. Sicherheitstechnik im Sinne der IEC 61508 und Stan­dardautomatisierung sind aus gutem Grund zusammen­ge­wachsen – „auch bei unserem Speedway“, so Hohorst, „das von Anfang mit sicheren E/A-Modulen nach SIL3 verfügbar ist.“


SPS2005 Halle 7, Stand 230


 


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