Erol Simsek, iSYSTEM (links) und Jürgen Axmacher, Renesas: Kooperation bei Controllern

Erol Simsek, iSYSTEM (links) und Jürgen Axmacher, Renesas: Kooperation bei Controllern

Die iSYSTEM AG und die Renesas Technology Europe GmbH gaben heute ihre Zusammenarbeit bezüglich der Werkzeugunterstützung von iSYSTEMs Emulations- und Debugging-Technologie für Renesas-Mikrocontroller der neuen Generation bekannt.

„iSYSTEM und Renesas reagieren mit Ihrer Zusammenarbeit auf Forderungen speziell aus der Automotive-Branche nach in den Softwareentwicklungs- und Testprozess flexibel integrierbaren Werkzeugen“, erläutert Erol Simsek, Vorstand Vertrieb und Marketing bei iSYSTEM. Der iSYSTEM Werkzeugbaukasten zur Embedded Softwareentwicklung enthält In-Circuit- und On-Chip-Emulations-Hardware für mehr als 50 Mikrocontrollerfamilien und deren Derivate, eine Entwicklungsumgebung sowie offene Schnittstellen zur Integration und Anwendung der iSYSTEM-Lösungen im Gesamtentwicklungsprozess.

Jürgen Axmacher, European Marketing Manager Automotive bei Renesas, meint zu der neuen Partnerschaft: „Mit den iSYSTEM-Werkzeugen bieten wir unseren Interessenten und Kunden ein weltweit etabliertes Entwicklungs- und Testwerkzeug an. Obwohl wir auch eigene Werkzeuge zur Verfügung stellen, fordern unsere Kunden auch iSYSTEM-Unterstützung. Das liegt insbesondere an der Offenheit dieser Werkzeuge und der flexiblen Einsetzbarkeit im gesamten Entwicklungsprozess. Darüber hinaus findet auch ein Know-how-Transfer zwischen iSYSTEM und Renesas Japan statt, der sich mit den Anforderungen unterschiedlicher Märkte an moderne Debugging-Schnittstellen zukünftiger Prozessoren beschäftigt. Dabei geht es darum, festzulegen, was das Minimum an Funktionalität auf einem Chip sein muss, um z. B. durch Standards vorgegebene Testanforderungen wie Codeabdeckungsnachweise zu erfüllen.“

Als erstes unterstützt iSYSTEM die R8C/3x Familie von Renesas. „In Planung sind die Unterstützung weiterer Controller auch im 32-Bit Bereich“, ergänzt Erol Simsek. Die iSYSTEM-Werkzeuge für Renesas R8C/3X setzen sich zusammen aus einer Software-Entwicklungsumgebung inklusive Debugger und In-Circuit-Emulator-Hardware. Unterstützt werden die gängigen Compiler; für den R8C/3X sind dies IAR und Renesas’ eigener Compiler. Hinzu kommen noch je nach Anwendung diverse Adapter. Neben Standard-Debugging-Funktionalitäten wie Run Control, Single-Step, Speichervisualisieren etc. bietet dieses Werkzeug vor allem auch Testfunktionalität (Trace, Profiler, Coverage) zur Fehlersuche.

Hintergrundinformationen

Entwicklungswerkzeuge im klassischen Sinne müssen heute vielseitiger einsetzbar sein denn je. Ein gutes Beispiel hierfür sind In-Circuit Emulatoren (ICE) und On-Chip Debugger (OCD). Früher ausschließlich von Mikrocontroller-Experten als ein hardware-nahes Entwicklungswerkzeug eingesetzt, findet man diese Werkzeuge zunehmend in vielen unterschiedlichen Situationen einer Software-Entwicklung wieder. Dabei ist der ICE bzw. OCD nach wie vor die Verbindung zur eigentlichen Zielhardware mit dem Zweck, Embedded- Software so nah wie möglich auf der eigentlichen Hardware zu simulieren, zu implementieren und zu testen.

iSYSTEM ermöglicht über ein API (Application Programming Interface) die flexible Integration von Entwicklungswerkzeugen in den Gesamtentwicklungs- und Testprozess. „Viele Kunden setzen dieses Interface z. B. zur Automatisierung von Tests ein“, erklärt Erol Simsek. Dabei wird die iSYSTEM Technologie aus Testwerkzeugen heraus ferngesteuert. Neben der Schnittstellenfunktionalität zur Zielhardware stellen In-Circuit Emulatoren und On-Chip-Debugger schon sehr lange Funktionen zur professionellen Fehlersuche und damit zum Testen einer Software zur Verfügung. Dazu zählen Trace, Profiling und die sogenannte Code-Abdeckungsanalyse.

Voraussetzung zur Umsetzung solcher Funktionen ist die Verfügbarkeit von Trace-Informationen. Dabei handelt es sich um Aufzeichnungen der CPU-Busse (Befehle und Daten), externer Signale sowie entsprechender Zeitinformationen. Mit Hilfe dieser Informationen kann auf Objektcode-Ebene nachgewiesen werden, ob ein Programm-Befehl ausgeführt wurde.

iSYSTEM stellt diese Funktionen sowohl für In-Circuit Emulatoren (z. B. für den R8C/3x) als auch für On-Chip-Debugger zur Verfügung. Die On-Chip-Debugging-Schnittstelle muss allerdings mindestens einen Code-Trace-Port zur Verfügung stellen, um die Befehlsausführung nachzubilden bzw. „messen“ zu können. Idealer und qualitativ hochwertiger sind auf dem Chip implementierte Debug-Zellen wie NEXUS oder ETM (Embedded Trace Macrocell) von ARM. (av)

 

392ei0309