Kameras werden in der optischen Qualitätskontrolle zunehmend eingesetzt. In vielen Fällen liefern sie zuverlässigere Ergebnisse als das manuelle Prüfen von Motoren oder einzelnen Bauteilen durch den Menschen. Schlüsselfaktoren sind exakt berechnete Positionen für Kamera und Beleuchtung, wofür die Forscher von DaimlerChrysler ein mathematisches Planungswerkzeug entwickelt haben. Bisher war für das richtige Arrangement aus Beleuchtung, Kameras, ihren Positionen und internen Parametern – Objektive, Belichtungszeit und Blendeneinstellungen – viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl notwendig. Erst nachdem eine Produktionszelle vollständig aufgebaut war, konnten die letzten Optimierungsschritte vorgenommen werden. Mit ihrem neu entwickelten Verfahren können die Forscher von DaimlerChrysler frühzeitig alle Parameter bereits während der Planungsphase einer Produktionszelle berücksichtigen. Dadurch sparen sie sowohl Komponenten als auch wertvollen Platz ein. Mit einem ganzheitlichen Ansatz, der sich an menschlichen Arbeitsverfahren orientiert, gehen die Forscher bei DaimlerChrysler in vier Schritten vor: Auf Basis des Prüfplans und der Geometrie des Bauteils wird zunächst die Berechnungsgrundlage ermittelt. In der zweiten Phase wird die ungefähre Kameraanordnung und Raumaufteilung rund um das Prüfobjekt abgeschätzt. Die optimierten Positionen für die Kameras und die Beleuchtung stehen in der darauf folgenden Phase fest. Im letzten Schritt werden für jede Kamera die entsprechenden Einstellungen wie Fokus, Belichtung oder Blenden berechnet. Ergebnis ist eine komplette Prüfstation, bei der Kamerazahl, Einstellungen und Beleuchtung perfekt aufeinander abgestimmt sind.