Kameras werden immer mehr in Maschinen und Anlagen integriert. Ein Trend, der die Nachfrage nach industriellen Kommunikationsstandards für Kameras von Profinet bis Ethercat steigern könnte.

Kameras werden immer mehr in Maschinen und Anlagen integriert. Ein Trend, der die Nachfrage nach industriellen Kommunikationsstandards für Kameras von Profinet bis Ethercat steigern könnte.Messe Stuttgart/Tschovikov

Für rund 19 % der Umsätze waren Camera Link und Camera Link HS zusammen zuständig. USB (USB 2 und 3) kam auf rund 16 %. Die Marktforscher gehen davon aus, dass USB-3-Kameras trotz der hohen Werbeaktivitäten der Hersteller 2019 nur ein Viertel des Umsatzes von USB-Kameras erbringen werden. Insgesamt geht die Studie von einem USB-Anteil am Gesamt-Kamera-Umsatz von 16 %. Als Grund geben die Marktforscher an, dass Anwender nur dazu motiviert sind auf USB 3 umzusteigen, wenn sie die schnellere Geschwindigkeit für ihre Applikationen wirklich brauchen. Theoretisch können die Geschwindigkeit mit USB 3 von 500 Mbit/s auf 5 Gbits/s steigern. Auch wenn sich diese Zahlen in der Praxis nicht immer erreichen lassen, ist USB 3 signifikant schneller. Die Fakten sprechen jedoch oft für USB 2: längere Kabel, weniger Energieverbrauch und die Tatsache, dass es noch immer mehr Geräte und Computer mit einem USB-2-Anschluss gibt.

Außerdem stellte sich heraus, dass Hersteller immer öfter Anfrage bekommen, die die etablierten Industrie-Kommunikations-Standards betreffen. Anwender fragen nach Kameras mit Profinet-, Ethernet/IP- oder Ethercat-Anschluss. IHS geht davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird, da Kameras immer mehr zu einem integrierten Teil der Maschine werden und nicht nur als Add-on fungieren.