Die Karlsruher Informatikstudenten Gerhard Bocksch, Georg Dummer, Ivan Ivanov, Manuel Odendahl und Alexander Paar sowie ihr Betreuer Dr. Fridtjof Feldbusch haben bei den World Finals des internationalen Wettbewerbs der IEEE Computer Society in Washington D.C. den zweiten Platz belegt. Der damit verbundene Preis ist mit 18.000 US-$ dotiert – davon gehen 10.000 an die Studenten und 8.000 an das Institut für Rechnerentwurf und Fehlertoleranz.


 „Überzeugend und praxisnah“, so lobte die internationale Jury, sei die Arbeit der Karlsruher Studenten: eine Fernbedienung unter anderem für Stereoanlagen, Videorecorder, Haustüren und Getränkeautomaten. Die Fernbedienungssoftware funktioniert auf Handys, Personal Organizern und Smart Phones. Das heißt: Eine spezielle Fernbedienung ist nicht mehr nötig. Die Firma Intel sprach der Gruppe bereits eine Einladung zu ihrem Firmensitz nach Kalifornien aus.


Die IEEE Computer Society ist die weltweit größte und traditionsreichste Vereinigung von Computerspezialisten. Jährlich schreibt sie einen Wettbewerb für Informatikstudenten zur Entwicklung von Computer-Anwendungen aus. Dieses Jahr lautete das Thema: „Entwicklung einer Bluetooth-Anwendung“. Bluetooth ist ein neuer Funkstandard, der elektronische Kleingeräte und Computer über Kurzstreckenfunk miteinander kommunizieren lässt.


Die ausgezeichnete Idee der Karlsruher Delegation bestand in der Entwicklung einer Sprache (eines Protokolls), mit der sich diese Kleingeräte miteinander unterhalten können. Kommt der Benutzer etwa mit seinem Organizer in einen Raum, so wird automatisch erfragt, welche Geräte hier zur Verfügung stehen. Diese werden auf dem grafischen Display angezeigt. Wählt man eines der Geräte aus, so geschieht etwas völlig Neues: Das Gerät sendet seine grafische Benutzeroberfläche an die Fernbedienung. Auf Anfrage können so auch Hilfestellungen und Bedienungsanleitungen gesendet werden.