Der Gewinner des Robotics Award 2014 ist Keba. Das „KeTop T10 directMove“ des in Linz, Österreich, ansässigen Unternehmens ist ein Bediengerät, um Roboter zu verfahren und einzurichten. Der Anwender hält das Gerät in die gewünschte Verfahrrichtung, wobei er mit einem Daumenjoystick eine entsprechende Verschiebung oder Rotation des Roboterwerkzeugs auslöst. Ein Zustimmtaster und Not-Halt sowie Ethernet-Schnittstelle sind im Einhandbediengerät integriert.

Den zweiten Platz belegt Fanuc Deutschland. Bei der Bin-Picking-Zelle handelt es sich um eine Roboteranwendung zum Beladen von Werkzeugmaschinen aus Behältern mit Schüttgut, bei dem Robotik und Bildverarbeitung gemeinsam die Taktzeiten beim „Griff in die Kiste“ reduzieren.

Der geteilte dritte Platz geht an Bosch und ein Gemeinschaftsprojekt von Continental Reifen Deutschland preccon Robotics. Das Industrieroboter-System APAS von Bosch erlaubt aufgrund seiner kapazitiven Sensorhaut die direkte Zusammenarbeit mit dem Menschen ohne zusätzliche Schutzvorrichtung. Ein redundantes System zur Annäherungserkennung stoppt den Roboter bei Annäherung kollisionsfrei.

Continental und preccon Robotics haben eine robotergestützte Prototypenreifenproduktion aus Glattreifen umgesetzt. Sie führt die Arbeitsschritte Profile schnitzen, Löcher zur Aufnahme von Spikes bohren und Markierungen aufbringen aus. Der eingesetzte Industrieroboter agiert sowohl als Messgerät für den zu bearbeitenden Reifen und die Werkzeuge als auch als Bearbeitungswerkzeug selbst.

Die Bewertungskriterien für die einzelnen Projekte waren der technologische Innovationsgrad, der Nutzen für Industrie, Umwelt und Gesellschaft sowie Wirtschaftlichkeit, Form der Darstellung und Präsentation, außerdem ein Realitätstest in der industriellen Anwendung.