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Die in Echtzeit ermittelten Anpresskraftdaten erhöhen die Sicherheit bei der Operation.
Das Tacti-Cath ist laut Hersteller das erste Ablationskatheter mit Anpresskraftmessung.

Ohne Anpresskraftdaten muss der Arzt, die während einer Ablation auf die Herzwand aufgebrachte Kraft schätzen. Wird zu wenig Kraft aufgebracht, besteht die Gefahr einer unvollständig ausgeprägten Läsion, die zu einem AF-Rezidiv führen und potentiell weitere Behandlungen erforderlich machen könnte. Wird hingegen zu viel Kraft aufgebracht, besteht die Gefahr von Gewebeverletzungen, die zu schweren eingriffsbedingten Komplikationen führen können.

„Die Anpresskraftmessung bedeutet einen enormen Fortschritt auf dem Gebiet der Ablation im Herzen. Sie kann potenziell zu mehr Sicherheit und besserer Wirksamkeit führen und dürfte bald bei allen kardialen Ablationen zum Standard werden“, sagte Dr. Vivek Reddy, Professor für Medizin und Principal Investigator in der Toccastar-Studie am Mount Sinai Hospital in New York. „Mit dem Tacti-Cath als erstem und am intensivsten studiertem Katheter mit Anpresskraftmessung erhält St. Jude Medical einen Ablationskatheter der Spitzenklasse.“

Ein Fundus an Evidenz spricht für die Sicherheit und Wirksamkeit der Ablationstechnologie mit Anpresskraftmessung. Hierzu gehören die Studien Toccata, Efficas I und Efficas II von Endosense, die in ihrer Gesamtheit die Sicherheit und das verminderte Auftreten von AF-Rezidiven beim Verwenden der Kontaktkraftmessung nachgewiesen haben.

Das Tacti-Cath hat die CE-Zulassung für Ablationen bei Vorhofflimmern (AF) und supraventrikulären Tachykardien (SVT). St. Jude Medical, ein Medizintechnik-Unternehmen, gab heute die Akquisition des Schweizer Unternehmens Endosense SA bekannt, das für die Anpresskraftmessung bei der Katheterablation forscht und fertigt. Mit dieser Akquisition erweitert das Unternehmen sein Elektrophysiologie-Portfolio. Zudem hat Endosense soeben mit der Toccastar-Studie in den USA seine IDE-Studie für die Zulassung als experimentelles medizinisches Gerät abgeschlossen und plant, noch vor Jahresende 2013 bei der U.S. Food and Drug Administration (FDA) die vorläufige Zulassung für die Indikation paroxysmales Vorhofflimmern zu beantragen.