„In diesem Jahr haben wir eine neue Niederlassung in Singapur gegründet und derzeit bauen wir weitere Tochtergesellschaft in Indien auf“, sagte Luis Rauch, der stellvertretende Geschäftsführer von Murrelektronik.

„In diesem Jahr haben wir eine neue Niederlassung in Singapur gegründet und derzeit bauen wir weitere Tochtergesellschaft in Indien auf“, sagte Luis Rauch, der stellvertretende Geschäftsführer von Murrelektronik. Redaktion IEE

Luis Rauch, der stellvertretende Geschäftsführer des mittelständischen Familienunternehmens, berichtete über den Ausbau des Vertriebs. In 2016 wurde eine neue Niederlassung in Singapur gegründet und derzeit sei man dabei, eine weitere Tochtergesellschaft in Indien aufzubauen. Das Unternehmen habe derzeit etwa 2.000 Mitarbeiter, 26 Tochter- und 55 Vertriebsgesellschaften sowie fünf Produktionsstandorte.

Matthias Eschle-Reinhold, Vice President Power, erläuterte das Stromüberwachungssystem Mico Pro. Nach seinen Worten überwacht dieses System alle Last- und Steuerströme und erkennt kritische Momente rechtzeitig. Es signalisiert Grenzlasten und schaltet fehlerhafte Kanäle ab, „es merkt beispielsweise, wenn ein Magnetventil zu viel Strom zieht“, sagte Eschle-Reinhold. „Das Auslöseverhalten ist patentiert und verfolgt den Grundsatz: So spät wie möglich, so früh wie nötig. Dabei erkennt das System auch ‚flüchtige Fehler‘. Das patentierte Auslöseverhalten sorgt somit für höchste Maschinenverfügbarkeit.“ Der zusätzliche Vorteil sei „ein integriertes Konzept zur Potenzialverteilung, das die Schaltschrankverdrahtung signifikant entflechtet“. Die kompakte Bauweise spart zudem „bis zu 60 Prozent Platz im Schaltschrank“. Aufgrund seiner modularen Bauweise könne das System exakt auf die konkrete Anwendung anpasst werden.

Mico Pro ist ein steckbares, modulares Stromüberwachungssystem., Es ist für 12- und 24-VDC-Betriebsspannungen und für einen Gesamtstrom von bis zu 40 A ausgelegt.

Mico Pro ist ein steckbares, modulares Stromüberwachungssystem., Es ist für 12- und 24-VDC-Betriebsspannungen und für einen Gesamtstrom von bis zu 40 A ausgelegt. Murrelektronik

Mico Pro ist ein steckbares Modulsystem für 12- und 24-V-DC-Betriebsspannungen und für einen Gesamtstrom von bis zu 40 A ausgelegt. Dabei kann zwischen Modulen mit einem, zwei oder vier Ausgangskanälen gewählt werden. Diese sind 8, 12 oder 24 mm breit. Bei den ‚Fix-Modulen‘ sind die Auslöseströme (2, 4, 6, 8, 10 und 16 A) fest eingestellt. Bei den ‚Flex-Modulen‘ kann der Auslösestrom von 1 bis 10 A beziehungsweise 11 bis 20 A eingestellt werden. Das erhöht die Flexibilität und reduziert den Variantenbedarf. Dabei ist es möglich, einzelne Module des Systemverbunds zu jeder Zeit unkompliziert auszutauschen.

Das Stromüberwachungssystem verfügt über ein integriertes Potenzialverteilungskonzept für
+24 V (beziehungsweise +12 V) und 0 V; es vereinfacht die Schaltschrankverdrahtung damit signifikant. An jedem Kanal gibt es Anschlussmöglichkeiten für +24 V und 0 V. Mit zusätzlichen Potenzialverteilern können an jedem Mico-Kanal bis zu 2 x 12 Potenziale angeschlossen werden.

"Es gibt kein anderes Stromüberwachungssystem so wie Mico Pro auf dem Markt", sagte Matthias Eschle-Reinhold, Vice President Power.

„Es gibt kein anderes Stromüberwachungssystem so wie Mico Pro auf dem Markt“, sagte Matthias Eschle-Reinhold, Vice President Power. Redaktion IEE

Das Brücksystem besteht aus zwei Stromschienen und seitlichen Federkontakten für die Kontaktierung von Diagnose- und Steuersignalen. Es ist einfach in der Handhabung. Alle Ein- und Ausgänge des Systems sind mit Push-In-Federkraftklemmen ausgestattet. Die Vorderseite von Mico Pro wird zu keiner Zeit von Kabeln oder Leitungen verdeckt; der Bediener kann Kennzeichnungen und Status der LEDs mit einem Blick erfassen. „Die Diagnosefunktionen genießen bei Mico Pro einen großen Stellenwert“, erklärt Eschle-Reinhold weiter. „Jeder Kanal ist mit einer LED zur Statusanzeige am Gerät ausgestattet, außerdem können digitale Meldesignale an die Steuerung übergeben werden. Das Powermodul des Systems stellt eine Sammeldiagnose für den gesamten Systemverbund zur Verfügung, die einstellbaren Flex-Module liefern zusätzlich kanalgenaue Diagnosesignale.“

Das Stromüberwachungssystem kann kaskadiert aufgebaut werden. Das bedeutet: an einem Mico-Kanal kann eine weitere Mico-Pro-Station angeschlossen werden. „Dies ist vor allem bei Anwendungen mit einem dezentralen Schaltschrankkonzept ein erheblicher Kosten- und Installationsvorteil“, sagte Eschle-Reinhold abschließend.

Das Diagnose-Gateway Cube67 wird in die Linie zwischen dem Cube-Feldbusknoten und den (bis zu) vier Strängen eingebunden. Mit der Kommunikationsebene wird es über eine Standard-Ethernet-Schnittstelle verbunden.

Das Diagnose-Gateway Cube67 wird in die Linie zwischen dem Cube-Feldbusknoten und den (bis zu) vier Strängen eingebunden. Mit der Kommunikationsebene wird es über eine Standard-Ethernet-Schnittstelle verbunden. Murrelektronik

Diagnose-Gateway Cube 67

Für das Cube-Feldbussystem hat der Hersteller ein neues Diagnose-Gateway für bis zu 512 Signale und 52 IO-Link-Mastersignale entwickelt: Cube 67. Es macht den Zugriff auf die Diagnosedaten einfacher. „Wir setzen dieses Gateway auch bei uns selbst sehr erfolgreich im Lagerhaus ein“, sagte Jörg Krautter, Vice President Automation. Es sorgt für klare Ansagen im Fehlerfall und ermöglicht durch eine beschleunigte Fehlerbehebung eine hohe Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen. Cube ist ein dezentrales Feldbussystem, das „in mehr als 100.000 Maschinen und Anlagen eingesetzt wird“, erläuterte Krautter weiter.

Mit seiner robusten Bauform und dem Vollverguss ist dieses Diagnose-Gateway für den Einsatz in rauer industrieller Umgebung ausgelegt. Es wird in die Linie zwischen dem Cube-Feldbusknoten und den (bis zu) vier Strängen eingebunden. Über eine Standard-Ethernet-Schnittstelle wird das Diagnose-Gateway mit der Kommunikationsebene verbunden. Ein weiterer, großer Vorteil dieses Gateways ist ein Diagnosespeicher (Logbuch). Er erfasst auch ‚flüchtige Fehler‘; also Fehler, die nur temporär auftreten, etwa wenn bei einem Kabelbruch in der Leitung einer Schleppkette bei bestimmten Verfahrwinkeln kein Kontakt besteht oder wenn ein Sensor immer just zu einer bestimmten Tageszeit durch Sonneneinstrahlung überhitzt wird.

Wird das Cube-System gestartet, dann liest das Diagnose-Gateway die gesamte Topologie aus und fortan die komplette Prozesskommunikation sowie sämtliche Diagnosemeldungen mit. Das Modul bereitet diese Daten visuell auf und stellt alle Informationen – unabhängig von der Steuerung und ohne zusätzliche Software – in jedem Browser und auch unabhängig von der Plattform in identischer Weise dar. Jeder, der eine Zugangsberechtigung zum Kommunikationsnetzwerk hat, kann nun auf diese Daten zugreifen, zum Beispiel am HMI, mit einem Tablet oder am fest installierten Computer im Leitstand.

Auf dem Bildschirm wird die Anordnung der Module automatisch als übersichtliche Topologie dargestellt und zusätzlich in tabellarischer Form angezeigt. Dort werden alle Prozessdaten ausgegeben zum Beispiel die Schaltzustände der einzelnen Ein- und Ausgängen. Diagnosemeldungen des Systems werden sowohl in der Topologie angezeigt wie auch in übersichtlicher Tabellenform.

"Wir setzen das Cube67-Diagnose-Gateway auch in unserem eigenen Lagerhaus ein.

„Wir setzen das Cube67-Diagnose-Gateway auch in unserem eigenen Lagerhaus ein.

Das Diagnose-Gateway stellt eine übersichtliche Tabelle im CSV-Format zum Download bereit, die eine Übersicht über die Module und Komponenten sowie über alle Ein- und Ausgänge der ausgelesenen Installationslösung enthält. In dieser Tabelle können Namen für die Komponenten vergeben und Bezeichnungen für alle möglichen Fehler im Klartext gepflegt werden. Diese Tabelle wird wieder importiert und das Tool greift daraufhin auf diese Namen und Bezeichnungen zurück.

Der Nutzer erhält damit – sowohl in der Topologie-Darstellung wie auch in der tabellarischen Auflistung – keine kryptischen Fehlermeldungen mehr, sondern klare Ansagen wie ‚Kurzschluss am Hydraulikaggregat‘ oder ‚Drahtbruch am Analog-Sensor von Steckplatz zwei der Fördereinheit‘. Um die Fehler schnell beheben zu können, lassen über die CSV-Datei sogar Handlungsanweisungen mit konkreten Lösungsvorschlägen in die Systematik importieren, beispielsweise ‚Ventil schließen‘ oder ‚Leitung austauschen‘. Im Idealfall wird sogar die Artikelnummer des Austauschteils in der Tabelle mit angelegt.

Die Log-Daten des Diagnose-Gateways können für den Versand oder für statistische Erhebungen abgespeichert werden. Das bietet beispielsweise die Möglichkeit, Schaltzyklen von Ein- und Ausgängen zu zählen und diese Information für die strukturierte Wartung in zyklischen Intervallen zu nutzen. Über ein Austauschformat können die Daten auch für weitere Systeme genutzt und direkt in unterschiedliche Anwendungen wie zum Beispiel in ERP- oder Cloud-Systeme eingebunden werden. „Ein Add-on für SAP haben wir auch realisiert“, sagte Krautter. Die Implementierung in SAP und in die Engineering-Software Eplan wurden am Messestand gezeigt.