Völlig unerwartet ist am 23. Oktober Kurt Reichert, Leiter und Miteigentümer des Leuze Verlages verstorben. Kurt Reichert hat den Eugen G. Leuze Verlag zur ersten Adresse für Publikationen auf den Gebieten Galvano-/Oberflächentechnik sowie Leiterplatten-/Elektronikproduktionstechnik nicht nur im deutschsprachigen Raum gemacht. Mit ihm ging eine außerordentliche Unternehmerpersönlichkeit verloren.

Nach dem unerwarteten Tod von Heinz Leuze übernahm sein Schwiegersohn Kurt Reichert 1983 die Leitung des Eugen G. Leuze Verlags. Er hat in den folgenden Jahren als Herausgeber und Chefredakteur zunächst die Fachzeitschrift Galvanotechnik mit großem Engagement und durch umsichtige und zukunftsgerichtete Leitung zu dem gemacht, was sie heute ist. Dazu kam der der Erfolg mit der von ihm gegründeten PLUS – Produktion von Leiterplatten und Systemen, die heute zu den anspruchvollsten Fachzeitschriften auf diesem Gebiet zählt. Schließlich hat Kurt Reichert dafür gesorgt, dass der Verlag heute mit seinem ansprechenden Gebäude und Einrichtungen ein modernes und zukunftsorientiertes Unternehmen ist. Fachbücher zu machen, war neben der Jagd eine seiner Leidenschaften. Hier hat Kurt Reichert viel seiner Zeit und beträchtliche Mittel investiert, denn er legte größten Wert auf eine hohe Buchqualität und gleichzeitig eine umfassende Abdeckung aller Leserbedürfnisse. Er hat über viele Jahre hinweg zahlreiche Experten aus Wissenschaft und Industrie dazu bewogen, ihr Wissen in Form eines Buchs zu verbreiten. Dies war oft gar nicht so einfach und bedurfte großer Überzeugungskraft. (hb)