Die Vertreter des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und der Gewerkschaften Metall-Textil bzw. der Privatangestellten einigten sich auf eine Erhöhung der Ist-Löhne und -Gehälter auf 2,6%. Die KV-Mindest-Löhne und -Gehälter werden um 2,8% angehoben. Darüber hinaus setzt das Ergebnis der diesjährigen KV-Verhandlungen der Elektro- und Elektronikindustrie zwei besonders wichtige Signale in Richtung Standortsicherung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie.
So beschlossen die Verhandlungspartner erstens einen deutlichen Schritt in Richtung Flexibilisierung der Arbeitszeiten (insbesondere 10 Stunden Normalarbeitszeit bei Gleitzeit, Erhöhung des Durchrechnungszeitraumes auf 18 Monate und Ermöglichung der Kombination Schichtarbeit ? erweiterte Bandbreite) verbunden mit dem gemeinsamen Bekenntnis im Bereich der Flexibilisierung neue innovative Modelle auf Betriebsebene zu erproben. Zweitens wurde der großen Bedeutung des Themas höhere Qualifikation insofern Rechnung getragen, dass beginnend mit diesem Jahr eine Bildungsfreistellung zunächst im Ausmaß von zwei Arbeitstagen pro Jahr eingeführt wird, die bis 2012 kontinuierlich auf fünf Arbeitstage erhöht wird. Neben diesen Punkten erhält der Abschluss eine Erhöhung der Ist-Löhne um 2,6% und der KV-Löhne um 2,8%. Anstelle der 2,6-prozentigen Erhöhung der Ist-Löhne und -Gehälter kann durch Betriebsvereinbarung eine Verteilungsoption mit einer Ist-Erhöhung von mindestens 2,4% plus 0,5% der Lohnsumme zur individuellen Verteilung vorgesehen werden. Die Zulagen bleiben beim diesjährigen Abschluss unverändert, was zu einer Reduktion der Auswirkungen des Gesamtabschlusses führt. Die Kollektivvertragsabschlüsse treten rückwirkend mit 1. Mai 2006 in Kraft. Ihre Gültigkeitsdauer beträgt 12 Monate.

FEEI
Tel. (+43 1) 588 39-29