Bosch bezieht die Lambda-Sonde nun auch in das Regelungskonzept von Dieselmotoren mit ein. Das neue System stimmt Einspritzsystem und Motor feiner als bislang möglich aufeinander ab – und reduziert so zusätzlich Verbrauch und Schadstoffemissionen von Dieselmotoren.


Anders als bisher optimiert die lambda-basierte Regelung von Bosch die Abgasqualität über Abgasrückführung, Ladedruck und Einspritzbeginn. Diese Parameter haben entscheidenden Einfluss auf die Emissionen von Dieselmotoren. Eine Breitband-Lambda-Sonde mit weitem Arbeitsbereich misst dazu den Sauerstoffgehalt im Abgas – eine wichtige Information über die Verbrennung im Motor, die sich für die Motorsteuerung nutzen lässt.


Im Vergleich zu herkömmlichen Dieselmotor-Regelungen werden mit dem neuen System von Bosch niedrige Emissionswerte genauer eingehalten. Die Motoren sind besser gegen Defekte geschützt, da sich schädliche Verbrennungen im Schubbetrieb des Fahrzeugs erkennen und abstellen lassen. Bei Volllast-Betrieb des Motors verhindert das System die Rauchentwicklung wirksamer als bisher. Auch die NOX-Speicher-Katalysatoren künftiger Abgasreinigungskonzepte überwacht die Lambda-Sonde: Sie liefert Daten zur Steuerung des Katalysators, der in Intervallen regeneriert werden muss, um seine Speicherwirkung beizubehalten.


Noch im Jahr 2002 werden mehrere Automobilhersteller die lambda-basierte Regelung von Bosch in ihren Dieselmotoren serienmäßig einsetzen. Lambda-Sonden wurden bisher schon millionenfach bei Ottomotoren eingesetzt: 1976 brachte Bosch als Weltneuheit den Abgassensor für Kraftfahrzeuge auf den Markt. Die Innovation ermöglichte den geregelten Katalysator und half so, Ottomotoren äußerst abgasarm zu machen. 1986 feierte Bosch die Auslieferung der zehnmillionsten Lambda-Sonde, 1993 waren es bereits 50 Millionen, 2001 sogar 250 Millionen. www.bosch.de