Mit dem neu konzipierten Langzeitprüfstand kann das Fraunhofer LBF das mechanische Langzeitverhalten von Kunststoffen messen, modellieren und simulieren.

Mit dem neu konzipierten Langzeitprüfstand kann das Fraunhofer LBF das mechanische Langzeitverhalten von Kunststoffen messen, modellieren und simulieren. Fraunhofer LBF

Laut der Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hebt der Langzeitprüfstand fast alle bekannten Einschränkungen herkömmlicher Prüfeinrichtungen auf. Beispielsweise hängt die stoßfreie Lastaufbringung bei vielen Prüfständen stark vom Bediener ab. Der neue Prüfstand umgeht den menschlichen Faktor soweit möglich, indem die Lastaufbringung elektronisch geregelt wird und somit genau definiert erfolgt. Durch die optische berührungslose Dehnungsmessung lässt sich eine hohe Auflösung erzielen, was notwendig ist, um an hochsteifen Werkstoffen die Werkstoffkennwerte zu ermitteln.

Um Materialmodelle und die Vorhersage von Simulationen zu verbessern, kann mit dem Prüfstand auch die Querdehnung exakt ermittelt werden. Abdecken lassen sich Prüftemperaturen von Raumtemperatur bis 250 °C. Die Wissenschaftler entwickelten zudem die Spannmechanik neu, um Probekörper mit unterschiedlichen Abmessungen prüfen zu können. Der Prüfstand eignet sich nicht nur für hochsteife Werkstoffe, sondern auch für die Kennwertermittlung an (thermoplastischen) Elastomeren.