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Das Bedienpanel des Trupulse-Lasers.
Alexander Hangst, Produktmarketing der Trumpf Laser- und Systemtechnik GmbH in Ditzingen.
Trupulse Laser.
Standalone-Version des Trufiber 400-Lasers.

Für Aufgaben in der Feinbearbeitung, wie sie die Elektronikfertigung erfordert, ist der Laser ein ideales Werkzeug, denn hier kann er seine ganzen Vorteile ausspielen. Die berührungslose Bearbeitung sorgt für eine geringe mechanische Belastung des Bauteils. Die lokal begrenzte, geringe Wärmeeinwirkung verursacht nur wenig Verzug und garantiert somit ein Minimum an Nacharbeit. Sobald die Prozessparameter auf das entsprechende Material und die konkrete Anwendung eingestellt wurden, ist der Laserprozess äußerst stabil und reproduzierbar.

Dies sorgt für eine anhaltend hohe Bearbeitungsqualität und Präzision gerade bei der Herstellung und Bearbeitung kleiner Bauteile, auch bei großen Losgrößen – sei es beim Schneiden, Schweißen oder Markieren.

Laser für die Elektronikfertigung

Die Elektronikfertigung war schon zu Beginn der 70er Jahre ein Thema der Trumpf Gruppe. Damals noch unter dem Logo Haas in Schramberg wurden erste Festkörperlaser entwickelt, die u. a. für das Schweißen von Bildröhren für Fernsehgeräte bei einem namhaften Hersteller zum Einsatz kamen. Hier wurden bis zu 100 Schweißpunkte an jeder Bildröhre gesetzt.

Trumpf bietet heute für sämtliche denkbaren Fertigungsprozesse von der Mikrobearbeitung bis zum Schneiden von zentimeterdickem Baustahl acht unterschiedliche Laserstrahlquellenfamilien an, die jeweils spezifische Anwendungsbereiche haben. Dabei entscheidet die Anwendung über die Auswahl des passenden Lasers. „Bestens geeignet für das Schweißen und Schneiden in der Elektronikfertigung sind gepulste Stablaser, Faserlaser, und Scheibenlaser im unteren Leistungsbereich bis ein Kilowatt. Zum Beschriften und Abtragen von Metallen, Kunststoffen oder Halbleitermaterialien gibt es andererseits spezielle Markierlaser“ so Alexander Hangst, Produktmarketing der Trumpf Laser- und Systemtechnik.

Beispiele, bei denen Laser von Trumpf in der Elektronik zum Einsatz kommen, gibt es viele: Steckkontakte und Handygehäuse werden mit dem gepulsten Laser TruPulse punktgeschweißt, außerdem schweißt er Batteriekontakte und Halogenlampen. Der TruFiber Faserlaser schneidet Crimp-Kontakte und Kontakfedern sowie Stator- und Rotorbleche. TruDisk Hochleistungsscheibenlaser schweißen die Nähte von Batterien beispielsweise für den Einsatz in Elektromobilen.

Die richtige Lasertechnologie

Die Problemstellung wird deutlich beim Versiegeln von Titangehäusen für Herzschrittmacher: „Bei einer Wandstärke von 0,3 mm muss genau 0,25 mm tief geschweißt werden und es dürfen auf keine Fall irgendwelche Schweißspritzer ins Innere geraten“, erklärt Alexander Hangst, „der Herzschrittmacher wird z.B. mit einem gepulsten Laser geschweißt, damit man die im Bauteil entstehenden Temperaturen noch gezielter steuern kann.“ Denn die Temperatur im Inneren muss beim Schweißvorgang unter 50 °C bleiben, das Gehäuse heliumdicht verschlossen und die Schweißnaht porenfrei sein.

Im Bereich Elektronikfertigung sieht sich Trumpf als Laserhersteller, der bei verschiedensten Applikationen die beste Lösung für die jeweilige Kundenanforderung erarbeitet. Die Prozessentwicklung wird natürlich in den Trumpf Labors von Anfang bis Ende begleitet. „Für ähnliche Problemstellungen profitieren wir natürlich von dem angesammelten Know-how“, fügt Hangst hinzu. Dabei steht eine industrietaugliche Komplettlösung für den Kunden am Ende der Bemühungen – entweder aus einer Hand durch Trumpf oder bei spezielleren Anforderungen in Zusammenarbeit mit einem Integrator.

Über die Trumpf-Gruppe

Die Trumpf-Gruppe konnte im Ende Juni beendeten Geschäftsjahr auf die größte Umsatzsteigerung in der Geschichte des Unternehmens zurückblicken. 2010/11 erwirtschaftete das Ditzinger Maschinenbau- und Lasertechnologie-Unternehmen einen Umsatz von 2,025 Mrd. Euro – gegenüber dem Vorjahresumsatz ein Plus von 51 %.

„Das vergangene Geschäftsjahr war das zweiterfolgreichste Jahr in unserer Geschichte überhaupt“, erklärte Unternehmenschefin Nicola Leibinger-Kammüller bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen. „Die Lücke zu den Rekordergebnissen von vor der Krise haben wir praktisch geschlossen.“

Die Mitarbeiterzahl stieg angesichts der guten Entwicklung des Unternehmens auf 8.550. Derzeit hat Trumpf weltweit rund 500 offene Stellen zu besetzen und sucht unter anderem Ingenieure, Techniker und Softwareentwickler.