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Dreiviertel des Oszilloskopmarktes weltweit bedient mittlerweile LeCroy. Und was ist mit den restlichem Viertel? Albert Hanselmann, Vertriebsleiter für Deutschland und Deutsch-Schweiz von LeCroy Europe mit Sitz in Heidelberg, fackelt nicht lange: „Den rollen wir jetzt mit unserer Oszilloskopserie WaveAce auf“. Mit dieser Serie will LeCroy in das untere Marktsegment um 100 MHz einsteigen und somit „die Lücke schließen“ im breiten Angebotsspektrum. Wesentliche Segmente des Oszilloskopmarktes sind in LeCroy-Terminologie Sampling, High-End, Labor und Bench, in denen das Unternehmen fest etabliert ist: An dem mit 240 Mio. Dollar bezifferten EMEA-Markt hält der Messsystemehersteller etwa 30 Prozent. Wenngleich die Umsatzentwicklung sehr positiv verläuft und man „seit 2003 in jedem Quartal ein Umsatzwachstum verzeichnen“ kann, gibt es dennoch einen „großen weißen Fleck“ in der Oszilloskopbranche, die LeCroy noch nicht besetzt hat. Die Rede ist vom so genannten „Economy-Markt“ der sich sowohl preislich als auch in der Leistung zurückhält. An diesem in der EMEA-Region rund 45 Mio. Euro schweren Markt will LeCroy nun mit der aus sechs baugleichen, kompakten und leichten zweikanaligen Modellen bestehenden WaveAce-Serie mit Bandbreiten von 60 MHz bis 300 MHz partizipieren. Denn schließlich gilt es, innerhalb von „fünf Jahren das Geschäftsvolumen zu verdoppeln“. Dass dies nicht unrealistisch ist, belegen die Zahlen: Im vierten Quartal 2008 erzielte das Unternehmen mit 42,6 Mio. Dollar ein Umsatzplus von 5 Prozent gegenüber Q3/2008 und erzielte zudem einen Jahresumsatz von rund 170 Mio. Dollar. Für das kommende Geschäftsjahr sind rund 185 Mio. Dollar Umsatz angepeilt. (rob)