Das Konzept der ergonomischen Beleuchtung für Operationssäle und Bildschirmarbeit im Gesundheitswesen hat Skandinavien im Sturm erobert und kommt aktuell in mehr als 90 Krankenhäusern zum Einsatz. Alle der bisher eingesetzten Lösungen sind an den jeweiligen Fachbereich, an Arbeitsabläufe und den Bedarf angepasst. Egal ob Ärzte, Krankenpflegepersonal, Hebammen oder Radiologen – das Beleuchtungskonzept sorgt für weniger Ermüdungserscheinungen, ein verbessertes Schirmbild und einen besseren Schlaf der Patienten. Die Idee für das Konzept entstand zusammen mit Chirurgen des Universitätskrankenhauses in Odense, die bei ihrer Arbeit in steigendem Grad die Schlüsselloch-Chirurgie durchführen und bemerkten, dass die aktuelle Beleuchtung dafür ungeeignet war.

Bild 1: Das Beleuchtungskonzept von Chromaviso setzt insbesondere bei Schlüsselloch-OPs auf Grün und Rot im Operationssaal, um ungewollte Reflektionen auf den Bildschirmen zu verhindern. Mehr Bilder finden Sie in der Bildergalerie am Ende dieser Seite.

Bild 1: Das Beleuchtungskonzept von Chromaviso setzt insbesondere bei Schlüsselloch-OPs auf Grün und Rot im Operationssaal, um ungewollte Reflektionen auf den Bildschirmen zu verhindern. Mehr Einblicke finden Sie in der Bildergalerie am Ende dieser Seite. Allan Toft, Chromaviso

Damals bestand die Wahl zwischen weißem Licht oder Dunkelheit. Das weiße Licht erzeugte jedoch viele Reflektionen, die Dunkelheit machte müde und war unzweckmäßig. Gerade Reflektionen auf Bildschirmen führte zu Problemen während der Operationen, da viele Details nur schwer erkennbar waren. Farbiges Licht – vor allem Rot und Grün – stellte sich als deutlich besser heraus, da so selbst Details wie kleinste Blutgefäße deutlich sichtbar sind. Auch das übrige Personal im Operationssaal profitiert von der Beleuchtung, da sich diese in Zonen aufteilen lässt. So erzeugen weiße Beleuchtungszonen in der Anästhesie und bei Medizinschränken ein optimales Licht für die Arbeit des Krankenpflegepersonals.

Funktionsweise und Einsatzgebiete

Die ergonomische Beleuchtung von Chromaviso ist ein in Zonen aufgeteiltes, farbiges und weißes Licht für Operationssäle und Untersuchungsräume. Die Beleuchtungslösung besteht aus einer effektiven Kombination der Komplementärfarben aus grünem und rotem Licht (Bild 1), die Reflektionen und Blendung auf Bildschirmen reduzieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass die farbigen Lichtkontraste deutlich erkennbar sind. Die Operationsbeleuchtung ist an den Bedarf der Nutzer in den einzelnen Sälen angepasst und enthält Lichteinstellungen für ausgewählte Zonen und Arbeitsabläufe – vor, während und nach dem Eingriff.

Das sogenannte Bedienuniversum der Beleuchtung sorgt dafür, dass die optimale Beleuchtung stets nur einen Knopfdruck entfernt ist. Das Konzept bietet eine hohe Flexibilität und kommt in verschiedenen Fachbereichen wie Laparoskopie, robotergestützter Chirurgie, Endoskopie und ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie), Bilddiagnostik und Angiographie, Ultraschall, in Scanner- und Bedienräumen sowie in der offenen Chirurgie zum Einsatz. Für die Beleuchtungslösung kommen aktuelle LED-Technologie sowie Touchscreens von Karl Storz als Interface im sterilen Umfeld zum Einsatz.

 

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, warum Grün und Rot im OP gegen Ermüdungserscheinungen helfen und wie das Lichtkonzept im Detail funktioniert.

Bildergalerie
Grüne Beleuchtung hinter den Bildschirmen verhindert ungewollte Reflektionen und erhöht den Kontrast. 
(Im Bild: Chirurg Mikkel Seyer-Hunsen vom Universitätsklinikum Aarhus / Dänemark).
Das Beleuchtungskonzept von Chromaviso benutzt die Komplementärfarben Rot und Grün im OP. Diese sorgen dafür, dass bei besonders langen OPs in Schlüsselloch-Technik weniger Ermüdungserscheinungen auftreten.
Die Grundbeleuchtung im OP ist Rot, im Monitorbereich Grün, sodass keine ungewollten Spiegelungen auftreten. Außerdem lassen sich winzige Blutgefäße auf dem Bildschirm so besser erkennen.
In einer Benutzerumfrage in 30 Krankenhäusern gaben 92 Prozent der Chirurgen an, dass das Beleuchtungskonzept für erhöhte Konzentration sorgt; damit unterlaufen Chirurgen weniger Fehler.
Das Licht im OP ist in Zonen eingeteilt. Im Anästhesie-Bereich und bei den Medizinschränken sorgt eine weiße Lichtzone dafür, dass der Patient optimal überwacht wird.
Reinigungsarbeiten werden unter klarem, weißen Licht durchgeführt, das alle Verschmutzungen gut erkennbar macht.
Zur Patientenvorbereitung hat sich bernsteinfarbenes Licht als vorteilhaft erwiesen, da es beruhigend wirkt.
Auch in Untersuchungsräumen kommt die bernsteinfarbene Beleuchtung zum Einsatz, um beim Patienten den Wohlfühlfaktor zu erhöhen.
Während im Scanner-Raum beruhigendes, bernsteinfarbenes Licht herrscht, verhindert die grüne Beleuchtung im Bedienraum ungewollte Reflektionen auf den Bildschirmen.
Zur Schonung der Augen kommt bei der Bilddiagnostik rotes Licht zum Einsatz.
Diagnostik am Bildschirm: Die Beleuchtung in Komplementärfarben erhöht den Kontrast, entspannt die Augen und sorgt so dafür, dass den Mitarbeitern weniger Fehler unterlaufen. 89 Prozent der Befragten einer Benutzerumfrage gaben an, dass die Beleuchtung insgesamt die visuellen Bedingungen für alle Arbeitsfunktionen verbessere.
Das Lichtkonzept von Chromaviso setzt auf Kompementärfarben, wie hier beispielsweise auf Orange und Violett in der Röntgendiagnostik.
Für die Betrachtung von Röntgenbildern hat sich violettes Licht als besonders vorteilhaft herausgestellt.
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