Der Effekt optischer Strahlung ist stark von der Wellenlänge des Lichts abhängig, zudem beeinflussen beispielsweise die Lichtintensität, die Dauer der Aussetzung sowie die Gesundheit des Auges die Auswirkungen von LEDs auf den Menschen. Neben diesen Faktoren berücksichtigte das Scientific Committee on Health, Environmental and Emerging Risks (SCHEER) auch Strahldichte und Bestrahlungsstärke, aber konnte in veröffentlichten Studien keinerlei Belege finden, dass LEDs sich schädlich auf den Menschen auswirken. Bisherige Studien fanden auch keinerlei Hinweise auf Langzeitfolgen, was aber auch daran liegt, dass die Technologie noch nicht sehr lange auf dem Markt ist.

Schlecht für den Schlafrhythmus, aber nicht gesundheitsgefährdend: Die EU-Kommission fand keinerlei Hinweise auf eine schädliche Wirkung von LEDs.

Schlecht für den Schlafrhythmus, aber nicht gesundheitsgefährdend: Die EU-Kommission fand keinerlei Hinweise auf eine schädliche Wirkung von LEDs. Fotolia/eranicle

Zwar gibt es Studien mit Tieren, in denen sich LEDs negativ auswirken, jedoch können diese nicht auf den Menschen übertragen werden. Die EU-Kommission sieht aber einige Ergebnisse für anfällige Personengruppen wie Kinder oder Senioren als bedenklich an. Zudem führten flackernde LED-Lichter bei einem kleinen Personenkreis auch zu Kopfschmerzen und Migräne. SCHEER merkte aber auch an, dass es keinen technischen Grund für flackernde LEDs gibt.

Das Komitee wies aber auch daraufhin, dass sich der Gebrauch von LED-Displays mit kurzwelligem Licht (bis zu 480 nm) vor dem Zubettgehen auf den circadianen Rhythmus auswirken, in diesem Fall den Schlaf-Wach-Rhythmus. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es aber noch nicht klar, ob diese Störungen sich negativ auf den Gesundheitszustand auswirken.

Forderungen nach einer Untersuchung von LEDs und deren Auswirkungen auf den Menschen kamen Anfang dieses Jahres auf, nachdem Berichte über potenziell gefährliches LED-Licht öffentlich wurden.