Die von der disys Mess- und Testsysteme GmbH entwickelte und gefertigte Leistungsmodulatorkarte für die Lasertechnik wurde speziell für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen konzipiert. In vielen Anwendungen muss die Laserleistung entsprechend einer sich schnell ändernden Prozessgröße in Echtzeit verändert werden. So z. B., wenn in eine – auf einer Trägerfolie aufgebrachte – weitere Folie per Laser eine Kontur (Aufklebschilder, Filme etc.) geschnitten werden soll, ohne dass durch unterschiedliche Bandgeschwindigkeiten die Trägerfolie durchgetrennt, bzw. die Kontur der oberen Folie nicht immer an allen Stellen gleichmäßig „ausgestanzt“ wird.


Die Laserleistung wird durch das Impuls- / Pauseverhältnis am Laser eingestellt. Die Leistungsmodulatorkarte verändert dieses Verhältnis entsprechend einer analogen Eingangsgröße im Bereich von 0 – 10 Volt in dem vorgegebenen Leistungsbereich. Der Messeingang ist potentialfrei und bis 500 Volt gegen Überspannungen geschützt, Der Impulsausgang der Leistungsmodulatorkarte (mit Differentialtreiber ausgestattet) steuert direkt den Laser. Über eine Gradengleichung wird das Fenster definiert, in dem die Leistung variiert werden soll. Hierzu können folgende Parameter an die Leistungsmodulatorkarte übergeben werden: Unterer Spannungswert [0 – 10,000 mV] entspricht unterer Leistung von [0 – 100 %] Oberer Spannungswert [0 – 10,000 mV] entspricht oberer Leistung von [0 – 100 %].


Um die Leistungsmodulatorkarte an die verschiedensten Lasersysteme anzupassen, ist die konstante Impulszeit ebenfalls im Bereich [10 – 1.000 Mikrosekunden] einstellbar. Die Leistungsmodulatorkarte berechnet in Echtzeit alle 300 Mikrosekunden bezogen auf den übergebenen Pararnetersatz die Impulspausezeit so, dass bei einer Leistung von 100% das Impuls- / Pauseverhältnis 1: 1 ist, ansonsten wird die Impulspausezeit entsprechend verlängert. Die Ausgabegenauigkeit der Leistungsmodulatorkarte beträgt ± 1 Mikrosekunde für die Impulszeit und die Referenzirnpulszeit und Referenzimpulspausezeit. Die Genauigkeit der Impulspausezeit im Messbetrieb beträgt 0,3% bezogen auf den Eingangsbereich 0 – 10 Volt. Für die Ausgabe eines Referenz- oder Kalibriersignals, dessen Impuls- / Pausezeit ebenfalls parametriert werden kann, steht ein optoentkoppelter digitaler Eingang (5 – 30 Volt) zur Verfügung.


Dieser Eingang kann per Software aktiviert oder deaktiviert werden. Wenn der Eingang per Software aktiviert ist und ein Signal ansteht, schaltet die Leistungsmodulatorkarte nach dem Beenden der aktuellen Periode auf die eingestellte Referenzimpuls-/Referenzimpulspausezeit um. Wenn das ext. Signal wieder weggenommen wird, stellt die Leistungsmodulatorkarte nach dem Beenden der aktuellen Periode wieder die aus der Messung resultierenden Impuls- / Impulspausezeit ein. Die Leistungsmodulatorkarte kann während des Betriebs auch per Software umparametriert werden, ohne das Lücken in der Impulsausgabe, bzw, fehlerhafte impulsausgaben erfolgen! Alle Signalein- und Signalausgänge sind auf einen 9 poligen SUBD Stecker geführt.