Der europäischer Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen unter anderem für die Automobilbranche plant, den Bordnetz-Bereich im Jahr 2016 weltweit um rund 1100 Stellen zu entlasten – davon rund 70 in Deutschland. Begründet liegt dies in der neuen Struktur, bei der die Organisation von fünf auf drei Ebenen verschlankt worden ist: Zwölf geschäftsverantwortliche Business Units, die global agieren, betreuen ihre Kunden und koordinieren die Aufträge mit den Werken, welche unter Einhaltung bestimmter Standards für Qualität und Kosteneffizienz der Produktion verantwortlich sind.

Mit der Bündelung von Zentralfunktionen würden redundante Positionen und Schnittstellen entfallen. Dadurch soll sich die Effizienz in der Zusammenarbeit der Abteilungen erhöhen. Neben klaren Zuständigkeiten und kürzeren Entscheidungswegen spart Leoni hier Kosten ein. Die Einsparungen soll im Geschäftsjahr 2016 nur zu geringen Ergebnisverbesserungen führen und es käme zu Einmalbelastungen durch die Restrukturierung. Ab 2017 ist aus Sicht von Leoni nach den diesjährigen Reorganisationsmaßnahmen eine dauerhafte Steigerung der Profitabilität zu erwarten. Hieraus ergäbe sich zukünftig ein jährlicher Effekt von etwa 30 Millionen Euro auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern.