Leoni hat im Geschäftsjahr 2009 seine Kostenstrukturen und Personalkapazitäten vollständig an die abgeschwächte gesamtwirtschaftliche Konjunktur angepasst und die Weichen für eine Rückkehr zu ertragsorientiertem Wachstum gestellt. Der Anbieter von Kabeln und -systemen für die Automobilbranche und weitere Industrien hat einen Konzernumsatz von 2,160 Mrd. € erwirtschaftet. Der Rückgang beträgt im Vergleich zum Vorjahr (2008: 2,912 Mrd. €) rund ein Viertel, wobei sich unterjährig eine kontinuierliche Steigerung verzeichnen lässt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich auf -116,3 Mio. € (2008: 55,7 Mio. €); bereinigt ergibt sich ein Wert von -35,6 Mio. € (2008: 79,3 Mio. €). Unter dem Strich verzeichnet Leoni einen Jahresfehlbetrag von -138,1 Mio. € (2008: Überschuss von 5,2 Mio. €). Das Unternehmen beabsichtigt, keine Dividende auszuschütten (Vorjahr: 0,20 €).

Leoni wurde 2009 von der anhaltenden weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass das abgelaufene Geschäftsjahr als das schwierigste und bezüglich des Ergebnisses schlechteste in der Firmengeschichte gilt. Nahezu alle Geschäftsfelder sahen sich mit einer deutlich verminderten und teils stark schwankenden Nachfrage konfrontiert. Durch Anpassungen an die wirtschaftliche Situation konnten in Summe im abgelaufenen Geschäftsjahr die Kosten um mehr als 200 Mio. € reduziert werden.

Im Jahr 2010 will Leoni zur Strategie des ertragsorientierten Wachstums zurückkehren und seine Marktposition als Kabel- und Kabelsystemanbieter ausbauen. Gestützt von der allgemein erwarteten konjunkturellen Erholung sowie dem Anlauf zusätzlicher Projekte, insbesondere im Automobilbereich, plant das Unternehmen, seinen Umsatz um ca. 10 % auf rund 2,4 Mrd. € zu steigern um damit den Marktdurchschnitt zu übertreffen.