Um die letzte Frist zur Registrierung von Altstoffen nutzen zu können, müssen Unternehmen bis 31. Mai 2017 eine Vorrestrierung vorgenommen haben.

Um die letzte Frist zur Registrierung von Altstoffen nutzen zu können, müssen Unternehmen bis 31. Mai 2017 eine Vorrestrierung vorgenommen haben. Tüv Süd

Für die Registrierung von Altstoffen (Phase-in-Stoffe) waren gemäß REACH gestaffelte Übergangsfristen vorgesehen, die sich nach der Menge der produzierten beziehungsweise importierten Stoffe richteten. Die letzte Übergangsfrist betrifft Hersteller, die eine Stoffmenge von 1 bis 100 Tonnen produzieren oder in den Europäischen Binnenmarkt einführen. „Diese Unternehmen können noch bis 31. Mai 2018 eine Registrierung durchführen lassen“, sagt Dr. Fritz Prechtl, Experte für REACH bei Tüv Süd Industrie Service.„Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Stoffe bis 31. Mai 2017 bei der ECHA vorregistriert wurden.“ Wenn Unternehmen die fristgerechte Vorregistrierung beziehungsweise Registrierung verpassen, müssen sie mit einem Herstellungs- beziehungsweise Importverbot rechnen.

Nach Ablauf der letzten REACH-Übergangsregelung müssen Unternehmen in Zukunft die Registrierung bei der ECHA durchführen, bevor die entsprechenden Stoffe hergestellt oder importiert werden dürfen. Diese Regelung gilt bereits für Unternehmen, die Stoffmengen über 100 Tonnen oder sogenannte CMR-Stoffe produzieren, die als karzinogen, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend klassifiziert sind.

Tüv Süd bietet die Beratung von Unternehmen bei der Umsetzung der REACH-Verordnung als Dienstleistung an.