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Das Licht leuchtet wahlweise in Rot, Weiß oder Blau und kann somit einem Event und der Inneneinrichtung angepasst werden.
Über einen Steg, der ebenfalls mit LED-Leuchten ausgestattet wurde, gelangt man auf das Rondell.

Der Boden des Kuppelgebäudes befindet sich auf Meereshöhe, sodass der Besucher den Eindruck erhält, sich auf dem Wasser zu bewegen. Doch gerade die Nähe zum Salzwasser und die ungehinderte freie Sicht durch die Glaskonstruktion auf die Skyline von Singapur, stellten für die Lichtplaner eine besondere Herausforderung dar. „Wir mussten die Beleuchtung so in das Gebäude integrieren, dass die Ästhetik dadurch nicht gestört wird“, erklärt Lichtdesigner Brice Schneider von Light Cibles. Abgesehen von der Designkompatibilität waren der hohe Wasserdruck und Robustheit gegenüber der salzhaltigen Meeresluft wichtige Faktoren, die mit einberechnet werden mussten.

Ein Königreich für ein LED-Band

Die Lichtplaner entschieden sich für LED-Bänder des Herstellers LED Linear. Die Bänder sind in die bereits vorhandenen schmalen Schienen zwischen den Glassegmenten installiert, sodass das Licht der Form des Gebäudes folgt. Von der Oberkante bis zum Boden setzten die Designer über insgesamt acht Meter fünf Bänder aneinander, wobei weder die Übergänge noch die Leuchtentechnik vom Betrachter anschließend zu sehen war. Um die Aussicht aus dem Inneren zu wahren, sollten die Leuchten unsichtbar bleiben. „Das Bauwerk erscheint wie eine beleuchtete Krone“, so Schneider. Das verwundert nicht, schließlich ist das Leuchtendesign auch mehrfach preisgekrönt.

Die LED-Linear-Venus-Serie besteht aus flach vergossenen Leuchten in unterschiedlichen Längen bis zu 7,5 m. Durch die Form ist das Leuchtenband nicht nur für geringste Bautiefen geeignet, sondern auch besonders flexibel. Mit speziellen Klammern kann es einfach und nahezu überall installiert werden und trotzt dank der Schutzklasse IP67 auch rauen klimatischen Bedingungen. Für die hohe Lebensdauer der LEDs ist das Wärmemanagement ausschlaggebend. Die Leiterplattentechnologie sorgt für gleichmäßig hohe Lichtströme bei geringen thermischen Leistungsdichten. Die Technik basiert darauf, die Fläche der Leiterplatte und deren geringe Aufbauhöhe effektiv zu nutzen. „Wir haben unterhalb der LED, also direkt dort, wo Hitze entsteht, große Kupferflächen angebracht. Diese führen die Wärme schnell und vor allem in die Breite ab“, erläuterte Dr. Michael Kramer, Geschäftsführer von LED Linear.

Einzelsteuerung der Leuchten schafft Lichtszenarien

Für das E-Pod verwendeten die Designer drei unterschiedliche Leuchten der Venus-Serie, die neben der außergewöhnlichen Fassade auch die Zugänge zu der Insel wie den Steg und die Zugbrücke sowie den Gebäudeeingang und die Terrasse ins rechte Licht setzen. „Rund um den Haupteingang haben wir eine spezielle RGB-Version installiert, die in verschiedenen Farben leuchtet. So können wir die Beleuchtung farblich einem speziellen Event und dem Innendesign anpassen“, erklärt Schneider.

Jede LED kann über eine Steuerung kontrolliert und gedimmt werden. So ist es möglich, unterschiedliche Lichtszenarien zu programmieren. Dabei wechselt die Lichtstärke in fließenden Übergängen und schafft auf diese Weise eine dynamische und unvergleichliche Fassadenoptik.