Bildschirmschreiber weist neue Richtungen

Liberale Messtechnikwelt

Unter dem Motto „Heute schon Papier entsorgt?“ präsentiert JUMO das jüngste Mitglied aus der Familie der Bildschirmschreiber – den LOGOSCREEN 500. Das System ist in der Lage, konventionelle Punkt- und Linienschreiber zu ersetzen.

Die Vorzüge von Bildschirmschreibern gegenüber den klassischen Systemen könnte man folgendermaßen zusammenfassen:
• Sie arbeiten ohne Verbrauchsmaterial,
• sind als Punktschreiber oder Linienschreiber einsetzbar,
• speichern Prozessdaten manipulationssicher ab,
• sind einfach bedienbar und
• sind preiswert.
Dass alle eben erwähnten Kriterien vom LOGOSCREEN 500 erfüllt werden, macht den Bildschirmschreiber sowohl als Ersatzgerät für alte Papierschreiber als auch für den Einsatz in Neuanlagen äußerst attraktiv. Das System mit dem DIN-Frontmaß 144 x 144 mm ist mit einem 5-Zoll-STN-Farbdisplay ausgestattet, auf dem sechs analoge Messeingänge als Messwertlinien und zusätzlich sechs Ereignisspuren dargestellt werden können.
Die Zykluszeit für die Messdatenspeicherung ist in Sekundenschritten einstellbar. Der kürzest mögliche Speicherzyklus für sechs analoge Messeingänge beträgt eine Sekunde. Unabhängig vom eingestellten Speicherzyklus werden die Messeingänge des LOGOSCREEN500 im Zyklus von 250 ms abgefragt, Momentanwerte erfasst sowie Maximalwert und Minimalwert des Speicherzyklszeitraumes ermittelt. Aus den erfassten Werten kann z. B. eine Hüllkurve für einen Messeingang erzeugt werden.

Flexibel und einfach
Dass die bekannten Attribute eines konventionellen Punkt- oder Linienschreibers (wie z. B. die Darstellung von Skalen oder aktuellen Messwerten) auf dem Display des LOGOSCREEN 500 bei Bedarf eingeblendet werden können (Bild 1), erleichtert den Wechsel vom Papierschreiber zum papierlosen Schreiber sicher auch für die Anwender, die bisher aus unterschiedlichsten Gründen an traditionellen Aufzeichnungssystemen festgehalten haben.
Die Bedienung kann über die frontseitige Tastatur oder mittels einer Setup-Software am PC erfolgen. Die Auswahl der Bedienersprache ist direkt am Gerät möglich. Im System sind bereits 14 Bedienersprachen integriert.

Speichereigenschaften
Die Speicherung der Messdaten erfolgt automatisch in einem internen Flash-Speicher und zusätzlich auf einer 3,5-Zoll-Diskette (Bild 2). Der interne Flash-Speicher ist so bemessen, dass bei einem Speicherzyklus von 60 s die Messdaten eines Monats abgespeichert werden können (ca. 350.000 Messwerte). Zusätzlich zum internen Messdatenspeicher steht dem Anwender ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk zur Verfügung, auf dem nochmals ca. 650.000 Messwerte gespeichert werden können.
Die Datenauswertung ist am Gerät und am PC möglich, wobei zur Auswertung am PC eine ausgesprochen komfortable Auswertesoftware angeboten wird.
Die Messdaten sind manipulationssicher im Archiv dieser Auswertesoftware abgelegt und können bei Bedarf zur Bearbeitung aus dem Archiv kopiert und ausgewertet oder in ein anderes Datenformat (z. B. Excel) übertragen werden. Die Manipulationssicherheit der gespeicherten Daten wir durch den Prüfbericht MF 58870 der Prüf- und Zertifizierungsstelle bestätigt.
Bei Anlagen ohne Bedienungspersonal können die Messdaten auch über Modem an einen zentralen Rechner übertragen und dort archiviert bzw. ausgewertet werden.

Resümee
Mit seinen Spezifikationen ist der LOGOSCREEN 500 die ideale Problemlösung für all jene Prozesse und Produktionsabläufe bei denen Dokumentationspflicht besteht. Durch branchenspezifische Softwaremodifikationen wie auch kundenspezifische Anpassungen kann er die Anforderungen der verschiedensten Branchen mühelos abdecken.
Ein weiterer, nicht unwichtiger Aspekt darf nicht vergessen werden – dem Anwender eröffnet sich zusätzliches Kosteneinsparungspotential durch den Wegfall der Beschaffung und Bevorratung von Registrierpapier, Schreibfedern, Druckköpfen und Farbbändern (Bild 4).

Jumo
Tel. (01) 610 61-0
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Besonderheiten des LOGOSCREEN 500
• Darstellung der Messdaten in vertikalen Diagrammen (mit Skalierung oder numerischer Anzeige oder Bargraph).
• Darstellung von Ereignisspuren wie z. B. „Binäreingänge“.
• Verfügbarkeit der im FLASH-Speicher gesicherten Messdaten vor Ort.
• Messdaten bleiben auch nach einem Stromausfall erhalten.
• Sicherung der Datenbestände auf formatierter 3,5″-Diskette.
• Konfiguration des Gerätes über Tastatur oder Setup-Programm (Diskette
oder serielle Schnittstelle).
• Auswertung archivierter Daten durch PC-Auswerteprogramm.
• Konvertierung der Messdaten für Tabellenkalkulationsprogramme.
• Suchfunktion für Historienanalyse.
• Anpassung der Speicherzyklen an den jeweiligen Prozess durch Normal-, Ereignis- und Tageszeitbetrieb.
• Frei programmierbare Eingänge für Widerstandsthermometer, Thermoelemente, Gleichstrom und Gleichspannung.
• Interne Abtastrate 250 ms bei drei oder sechs Analogeingängen – minimaler Speicherzyklus 1 s.