Cloud noch zu unsicher: 62 % der befragten Mittelstands-Chefs bewerten einen unternehmenseigenen Server sicherer als eine Cloud-Lösung.

Cloud noch zu unsicher: 62 % der befragten Mittelstands-Chefs bewerten einen unternehmenseigenen Server sicherer als eine Cloud-Lösung.Djvstock/Fotolia.com

120 Geschäftsführer und Vorstände aus der mittelständischen Wirtschaft nahmen an der Umfrage teil. 62 % von ihnen gaben an, sich mit den Daten im eigenen Betrieb „sicherer zu fühlen“ als bei der Auslagerung in die Cloud. So stufen sie die Gefahr eines Ausfalls der IT oder des Datenverlusts bei der Verarbeitung und Speicherung im eigenen Unternehmen als „deutlich geringer“ ein als in der Cloud. Knapp über die Hälfte meinen, dass die IT im eigenen Unternehmen schneller und kostengünstiger an die betrieblichen Erfordernisse angepasst werden kann, als durch einen Dienstleister. Auch eine geringere Abhängigkeit von Dritten spielte für 47 % der Befragten eine Rolle. Bei der Verwendung von lokalen Servern sehen 27 % eine „bessere Compliance“ als bei der Auslagerung in die Cloud. Und in Zukunft? Mehr als drei Viertel stimmten zu, dass auch in den kommenden fünf Jahren der Anteil firmeneigener Rechenzentren noch über 40 % betragen wird.

„Die jüngste Rechtsprechung, die die Auslagerung von Daten in die USA für europäische Unternehmen praktisch als Rechtsbruch wertet, wird gerade den Mittelstand eher an der lokalen IT festhalten lassen, statt die Daten über eine Cloud in der Welt verstreut zu wissen“, sagt Christoph Laves, Geschäftsführer der IT-Budget GmbH. Als hauptsächliches Argument für die Cloud-Nutzung erwies sich in der Umfrage die Kostenseite. Viele Vorstände und Geschäftsführer mutmaßen, dass die Cloud-Lösung preisgünstiger sein könnte, als der eigene Serverbetrieb. „Angesichts der zentralen Bedeutung der IT wollen aber die wenigsten Mittelständler allein aus Kostengründen in die Cloud wechseln, wenn sie gleichzeitig Angst vor Abhängigkeit und Datenverlust sowie rechtlichen Probleme haben“, interpretiert Laves.