Bildergalerie
Bei den Nullkraft-Steckverbinder ist die Folie auf beiden Seiten mit einer Einkerbung versehen.
Bild 2: Gleichzeitig fixieren die Federkontakte die Folie bereits vor dem Schließen der Verriegelung in der Endposition.
Bild 3: Das Autolock-Stecksystem von kombiniert einen LIF-Steckverbinder (Low-Insertion-Force) mit dem I-Lock-Prinzip.
Bild 4: Die Federverrastung fügt sich beim Erreichen der Endposition fest in der Foliennut.
Bild 5: Die seitlichen Federkontakte sind über einen Druckmechanismus verbunden. Damit lässt sich die Federverrastung vertikal zur Folie wegdrücken und damit die Verrastung lösen.

Folienverbindungen finden wegen ihrer Vorteile in punkto Platzbedarf, Platzierungsfreiheit und Kosten seit Jahren in immer mehr Einsatz in elektronischen Applikationen. Auch die Sicherheit der Steckverbinder hat sich durch die Einführung von vorverrastenden Stecksystemen in den letzten Jahren erheblich verbessert. Trotzdem birgt die Verbindung ein gewisses Risiko, welches man in der Assemblierung oft durch zusätzliche Kontrollschritte ausschließen muß.

Iriso Electronics hat deshalb seine bestehenden vorverrastenden Folienstecksysteme der I-Lock-Serien weiterentwickelt. Bei den bestehenden I-Lock-Serien handelt es sich um Nullkraft-Steckverbinder, bei denen die Folie auf beiden Seiten mit einer Einkerbung versehen ist (Bild 1), die die entsprechenden Rippen ( Bild 2) im Steckverbinder aufnehmen. Dies ist nur möglich, wenn die Folie komplett eingesteckt ist. Nur in dieser Position lässt sich dann der Schließmechanismus des Steckverbinders, also der Schieber oder der Klappaktuator, schließen. Gleichzeitig fixieren die Federkontakte über den Aufnahmerippen (Bild 2) die Folie bereits vor dem Schließen der Verriegelung in der Endposition. Durch diese Systeme lässt sich sicherstellen, dass die Folie in die korrekte Steckposition gelangt und dort bleibt. Nach wie vor stellt aber der Schließmechanismus ein gewisses Risiko dar, denn die Verbindung ist nur dann über die Produktlebenszeit sicher, wenn er komplett geschlossen ist.

Das Auto-I-Lock-Stecksystem (Bild 3) von Iriso Electronics kombiniert einen LIF-Steckverbinder (Low-Insertion-Force) mit dem I-Lock-Prinzip. Durch Verwenden eines LIF-Steckers entfällt der Schließmechanismus. Die Folie muß beim Fügen die Kontaktkraft der Signalkontakte überwinden. Diese Fügekraft nimmt nach Erreichen des Kontaktpunktes stark ab. Dadurch ist sichergestellt, dass sich beim manuellen Fügen die Folie bis zum Anschlag an den Gehäuseboden befindet. Beim automatischen Fügen lässt sich das über eine Kraft-Kraft oder eine Kraft-Weg-Kontrolle sichern.

Das I-Lock-Prinzip änderte Iriso Electronics so, dass die seitliche Foliennut nicht durch Rippen im Steckergehäuse bleibt sondern die Aufnahme durch eine beidseitige Federverrastung erfolgt. Diese drückt der Anwender beim Einfügen der Folie auf; sie verrastet beim Erreichen der Endposition in der Foliennut (Bild 4). Bisher notwendige Kontrollen der Folienposition beziehungsweise des Schließmechanismus können dadurch entfallen. Um die Folie im Bedarfsfall wieder zu lösen, sind die seitlichen Federkontakte über einen Druckmechanismus verbunden, der die Federverrastung vertikal zur Folie wegdrückt und damit die Verrastung löst (Bild 5).

Die Auto-I-Lock-Systeme sind an der kontaktabgewandten Seite mit Massekontakten versehen, sodass sich auch geschirmte Folien verwenden lassen. Zusätzlich sind auch vollgeschirmte Ausführungen möglich. Die Systeme sind im Raster 0,5 mm in stehender und liegender Ausführung aufgebaut. Polzahlen sind derzeit von 20- bis 60-polig in fünfpoliger Staffelung geplant. Muster sind ab Oktober 2014 verfügbar, die Serienfertigung startet im Sommer 2015.