„Mit unseren energieeffizienten Lösungskonzepten können wir unseren Kunden auf verschiedenen Arten dabei helfen Energie zu sparen“ Julio Rodriguez, Executive Vice President European Operating Division von Schneider Electric.

„Mit unseren energieeffizienten Lösungskonzepten können wir unseren Kunden auf verschiedenen Arten dabei helfen Energie zu sparen“ Julio Rodriguez, Executive Vice President European Operating Division von Schneider Electric.

Durch die Integration verschiedener Firmen hat sich Schneider Electric zu einem globalen Spezialisten für das Energiemanagement entwickelt. Dies hob Julio Rodriguez auf einer Pressekonferenz hervor. „Wir machen Energie nicht nur sicher, zuverlässig, produktiv und effizient, sondern auch ’grün‘, durch unsere Lösungen für erneuerbare Energien. Durch unser umfassendes Portfolio helfen wir unseren Kunden dabei, möglichst viel aus ihrer Energie herauszuholen“, so der Executive Vice President European Operating Division von Schneider Electric.

Energieeffizienz wächst

In mehr als 100 Ländern beschäftigt Schneider Electric über 120000 Mitarbeiter und befindet sich wirtschaftlich auf einem guten Weg. 2007 konnte der Umsatz um 26% auf 17,3 Mrd. € gesteigert werden. Der Trend hat sich im ersten Halbjahr 2008 fortgesetzt. „Unser Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,7 % auf 851 Mio €, betonte Rodriguez. „Unser organisches Wachstum war weltweit mit 10,6% etwas stärker als in Europa mit 9,0%.“ Das Geschäft rund um das Thema Energieeffizienz wuchs bei Schneider Electric um 16%. Dies ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass sich der Energieverbrauch in nahezu jeder Anwendung um 20 bis 30% reduzieren lässt. Das betrifft Firmengebäude und Wohnhäuser genauso wie Industrieanlagen und Datencenter. Eines der renommierten Projekte, war der Einsatz von energieeffizienten Lösungen bei der Olympiade in Peking. Schneider Electric sorgte in dem „Wasserwürfel“ für sichere sowie zuverlässige Energieverteilung, Brandschutz und effektive Beleuchtungssteuerung bei gleichzeitiger Einsparung von Energie und Kosten in allen Bereichen. Außerdem unterstützt das Unternehmen ’Princess Elisabeth‘, die weltweit erste ’zero-emission‘-Forschungsstation in der Antarktis. Dort wird ausschließlich erneuerbare Energie genutzt. Hinzu kommen u.a. ein integriertes Energiesystem, eine Passivheizung und Abwasserrecycling.

Integration von Tochterunternehmen

Schneider lebt die Energieeffizienz aber auch vor. Laut Geschäftsführer Clemens Blum, sind bis heute 146 Firmen mit einem Energie-Management ausgestattet. Ende diesen Jahres sollen es 80 % aller Schneider-Firmen sein. Wie schnell sich solch ein Projekt amortisieren kann, zeigt das Beispiel von Sondershausen. Eine Analyse hat gezeigt, dass sich u.a. durch den Einsatz eines Transformators, einen neuen Stromliefervertrag, Freikühlung und Abwäremenutzung, jährlich rund 55000 € an Energiekosten einsparen lassen. Bei einem Investitionsvolumen von 84000 €. Zum aktuellen Integrationsstatus der Tochterunternehmen berichtete Blum: „Wir haben uns zum Lösungsanbieter entwickelt. Da eine Lösung vor allem aus globaler Sicht unter einer Marke angeboten werden muss, wird der Name Schneider Electric immer wichtiger. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, die meisten Marken unserer Tochterunternehmen in Schneider Electric zu integrieren. Letztendlich werden laut Blum rund 20 Markennamen erhalten bleiben. Die Brands, wie Modicon, finden sich dann als Namen für Produktfamilien u.a. auf den neuen Verpackungen wieder.“ Telemecanique und Merlin Gerin wurden bereits migriert. Der Vertrieb von Sarel, Berger Lahr Positec und pDrive – Schneider Electric Power Drives – ehemals VATech Elin EBG, wurde auch in den Konzern integriert. Für den Geschäftsführer ist das Lösungsgeschäft der einzige Weg zum Erfolg. „Das zeigt das gute Ergebnis der Machine Technologie Center – MTC, die in den letzten Jahren regelmäßig zweistellig wachsen konnten. Deswegen werden wir diesen Ansatz auch weiter verfolgen. Wir werden die MTCs ausbauen und die Strukturen branchenorientiert nach den regionalen Schwerpunkten ausrichten“, so Blum.

Schalten alleine reicht nicht

Vorgestellt wurde auf der Veranstaltung auch die neue Familie kompakter Leistungsschalter Compact NSX. Sie bietet schnelle Abschaltung im Fehlerfall, hohes Ausschaltvermögen bis 150 kA und verbesserte Selektivität. Weiterhin ist sie in der Lage Informationen für Wartung und Diagnose bis hin zu aussagekräftigen Daten für das Energie-Management zu erfassen. Durch die Kombination von Schutz- und Messfunktionen in einem Gerät., lassen sich viele konventionelle Überwachungsgeräte wie Amperemeter, Voltmeter und Wattmeter ersetzen. Der Messbereich reicht bis zum 14fachen den Nennstromes. Damit lässt sich genau zwischen Fehlerströmen und den Einschaltströmen bestimmter Verbraucher wie Transformatoren oder Motoren differenzieren. Über das optionale Display für den Fronteinbau oder das Kommunikationssystem stehen sämtliche Messdaten zur Verfügung, wie I, U, P, Q, S, cos phi, f, E (vier Quadranten) und der Gesamt-Oberschwingungsgehalt für Strom und Spannung. Sogar Wartungsdaten wie Kontaktverschleiß, Temperatur oder Lastprofil und ein Ereignisprotokolle mit Zeitstempeln lassen sich visualisieren.