Die Logimat öffnet vom 8. bis 10. März 2016 ihre Pforten für das Fachpublikum.

Die Logimat öffnet vom 8. bis 10. März 2016 ihre Pforten für das Fachpublikum. Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH

Für effiziente Prozesse beim innerbetrieblichen Umschlag und Transport sowie bei der Datenerfassung, -verarbeitung und Prozessteuerung im Lager zeigen über 1 200 internationale Aussteller Lösungsangebote und Produktentwicklungen für eine intelligente, zukunftsfähige Intralogistik – 10 % mehr als bei der vergangenen Messe. Quer durch alle Branchensegmente adressieren sie die Megatrends Industrie 4.0 und das Internet der Dinge, laut Peter Kazander, Geschäftsführer des Messeveranstalters Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, „neben dem E-Commerce die wesentlichen Treiber für die Handlungsfelder und Lösungsentwicklungen in der Intralogistik.“ In den Hallen 1, 3 und 5 zeigen die System- und Anlagenbauer Neues rund um koordinierte Materialflüsse – angefangen von einem auf Bildverarbeitungstechnologie basierenden, vollautomatischen Scanportal für logistische Anwendungen bis hin zu Transportrobotern, die sich frei im Raum bewegen, Kleinladungsträger oder -Stapel aufnehmen, verfahren und absetzen.

Ebenfalls in Halle 5 sowie in Halle 7 zeigen Logistiksoftware-Unternehmen Systeme, Module und Funktionsumfänge für die effiziente Prozesssteuerung, Datenvernetzung und Informationsverarbeitung vor. Darunter Einstiegsversionen für Cloud-Anwendungen für kleine und mittlere Unternehmen oder omnichannelfähige Systeme zur zentralen Steuerung der gesamten Retaillogistik. System- und Anlagenbauer im Bereich Fördertechnik ergänzen ihr Angebotsspektrum häufig durch IT-Lösungen: Auf der Messe reicht das vorgestellte IT-Angebot von der Materialflusssteuerung und dem Ressourcen- und Fuhrparkmanagement bis hin zu Lagerverwaltungssystemen.

In den Hallen 8 und 9 stoßen die Fachbesucher auf Neuentwicklungen aus der Staplerbranche: Erstmals in Kontinentaleuropa gibt es laut der Veranstalter ein automatisiertes fahrerloses Staplersystem sehen, das speziell für mittelständische Unternehmen entwickelt wurde. Einen Schwerpunkt bilden auch die Aussteller der Kennzeichnungs- und Identifikationstechniken in den Hallen 4 und 6. Produktneuheiten reichen hier von neuen RFID-Gate-Lösungen und RFID-basierten Prozessmanagementsystemen bis hin zu mobilen Geräte zur industriellen direkten Kennzeichnung.

Rahmenprogramm: Selbst Teil der Produktionskette werden

Geländeplan der Logimat

Geländeplan der Logimat Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH

Neben dem Ausstellerteil beleuchten 30 Fachforen und mehr als 100 Referenten die Facetten des Zukunftsprojekts Industrie 4.0: Prof. Michael ten Hompel, Institutsleiter des Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, spricht am ersten Messetag über die Zusammenhänge von ‚Industrie 4.0 und Industrial Data Space‘. Weitere Referenten diskutieren die Anforderungen, die Industrie 4.0 an fahrerlose Transportsysteme stellt oder die Bedeutung von automatischer Identifikation (AutoID), Sensoren und Datenintegration. Prof. Kai-Oliver Schocke von der Frankfurt University of Applied Sciences, beschäftigt sich in seinem Vortrag ‚Rückverfolgbarkeit auf dem Weg zu Industrie 4.0‘ mit der Verknüpfung von Produktion, Logistik und IT in Big Data.

Auch bei den sogenannten Live-Events geht es mit Industrie 4.0 weiter: Das Tracking & Tracing Theatre des Industrieverbandes AIM (Halle 4, Stand 4F05) bildet Prozessabläufe in Produktion, Materialfluss und Logistik ab. Besucher sehen, wie bewegte Objekte mit AutoID-Technologien wie RFID, Barcode, 2D-Code, RTLS (Real-time Locating Systems) sowie Sensoren verfolgt werden. Mit OPC UA wird der standardisierte Datenfluss für AutoID Reader gemäß der Industrie 4.0-Referenzarchitektur (RAMI4.0) dargestellt. Daneben lädt die interaktive Sequenz ‚Industrie 4.0 ergreifbar‘ zum Ausprobieren ein: Besucher können in die Rolle von Objekten innerhalb der Produktionskette schlüpfen und erleben, wie Industrie 4.0 den Weg zu Losgröße 1 ermöglicht und wie Maschinen zukünftig ohne Zentralsysteme direkt von den Werkstücken gesteuert werden.

Das Expertenforum ‚Auto-ID Technologien und Lösungen in der Logistik‘ beschäftigt sich 2016 damit, wie Automatisierung bereits heute dazu beitragen kann, die Trends Digitalisierung oder Industrie 4.0 konkret in der Logistik umzusetzen. Welche veränderte Rolle spielen Barcodes, RFID und Kennzeichnung dann, wenn Produkte und Maschinen selbstständig miteinander kommunizieren? Schließlich geht es noch darum, wie Auto-ID-Techniken das Internet der Dinge beziehungsweise die Integrated Industry mit konkreten Maßnahmen und Lösungen unterstützen.

Logimat 2016, 8. bis 10. März Messe Stuttgart