LPKF hat 2010 den Umsatz um 60 % auf 81 Mio. Euro gesteigert und damit die eigene Prognose von 79 Mio. Euro leicht übertroffen. Der Auftragseingang stieg von 56 Mio. Euro (2009) auf 79 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde von 7 Mio. Euro auf 17 Mio. Euro gesteigert, die Umsatzrendite legte entsprechend von 14 % auf 21 % zu. Im vierten Quartal setzte der Konzern 20 Mio. Euro um und erwirtschaftete ein EBIT von mehr als 2 Mio. Euro.

Das Geschäftsjahr 2010 war geprägt durch eine Reihe von Großaufträgen mit einem Volumen von insgesamt knapp 14 Mio. Euro im Segment „Schneid- und Strukturierungslaser“. „Das Geschäft mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung spielte zwar erneut eine große Rolle“, erläutert Vorstandsvorsitzender Dr. Ingo Bretthauer den Geschäftsverlauf auf der Bilanzpressekonferenz des Maschinenbauers, „die enorme Steigerung wurde aber dieses Mal von fast allen Geschäftsfeldern getragen.“

Die Ausnahme bildet das Segment „Dünnschichttechnologien“, das 2010 unter einer generellen Schwäche des Solarmarktes litt. Aber auch in diesem Bereich erwartet LPKF für 2011 eine deutliche Ausweitung des Geschäfts. Aktuell hat das Unternehmen einen Großauftrag für Systeme zur Produktion von Solarzellen mit einem Volumen von knapp 7 Mio. Euro erhalten. Damit läutet LPKF die Trendwende in dem zuletzt schwachen Solargeschäft ein.

Die bereits in den Vorjahren sehr solide Bilanzstruktur blieb mit einer Eigenkapitalquote von 70 % nahezu unverändert. „Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben sich von 4 Mio. Euro auf 8 Mio. Euro verdoppelt. Die Finanzierung dieser Projekte erfolgte aus dem eigenen Cash Flow“, erläutert Finanzvorstand Kai Bentz. Der operative Cash Flow legte von 11 Mio. Euro auf 13 Mio. Euro zu, der Free Cash Flow erreichte trotz stark gestiegener Investitionen 6 Mio. € (Vorjahr 8 Mio. €).

Selbstverständlich spielt auch die aktuelle Situation in Japan für einen Technologiekonzern wie LPKF eine Rolle. Die Auswirkungen der Katastrophe seien derzeit nicht absehbar. Der LPKF-Konzern sei aber weder im Hinblick auf die Ertragslage noch auf die Materialbeschaffung durch die Notlage in Japan akut betroffen. Im Geschäftsjahr 2010 lag der Umsatzanteil in Japan bei ca. 2 %. Die Expansionspläne sollen fortgesetzt werden, sobald sich die Situation vor Ort stabilisiert habe.

Ausblick

Nach dem Rekordjahr 2010 blickt der Vorstand optimistisch in die Zukunft. Insgesamt geht er für den LPKF-Konzern, bei einer weiterhin positiven Entwicklung der Weltkonjunktur, von einem etwa auf Vorjahresniveau liegenden Umsatz für 2011 aus. Angesichts der starken Expansion des Unternehmens, werden 2011 die internen Strukturen deutlich ausgebaut. Entsprechend ist mit einem Anstieg der betrieblichen Aufwendungen zu rechnen. Die EBIT-Marge würde demnach 2011 zwischen 15 und 19 % liegen. Bretthauer sieht allerdings auch Chancen für eine deutlich stärkere Geschäftsentwicklung, die sich aus weiteren Großaufträgen ergeben könnte, die in dieser Planung nicht berücksichtigt worden seien.

Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 rechnet der Vorstand in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld mit einem Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 10 % pro Jahr und einem leichten Anstieg der EBIT-Marge.