Die Lüftereinheit für den Einbau in ETSI- und 19-Zoll-Schränke informiert Anwender über Fehlfunktionen der integrierten Einzellüfter und ermöglicht gezielte Serviceeinsätze in hochverfügbaren Systemen. Sie besteht aus einem Einsatz mit redundanter Netzzuführung, der fest in den Schrank eingebaut wird, und einem leicht austauschbaren hot-swap-fähigen Lüftereinschub. Letzterer enthält je nach Anwendung mehrere Einzellüfter sowie die komplette Elektronik zur Stromversorgung, Drehzahlregung und Alarmierung.


Die Lüfter sind temperaturgeregelt und werden drehzahlüberwacht. Unterschreitet einer der Lüfter die vordefinierte Drehzahlschwelle oder fällt eine der beiden redundanten Betriebsspannungen aus, so generiert die Elektronik eine entsprechende Alarmmeldung. Diese wird vor Ort an der Front optisch angezeigt sowie an die übergeordnete Steuerung abgesetzt.


Bei Ausfall eines Lüfters schalten die restlichen Ventilatoren automatisch auf volle Drehzahl, um die geforderte Kühlleistung aufrecht zu erhalten. In dieser Notlaufphase hat der Betreiber Zeit, einen Monteur zur Anlage zu schicken, der dann lediglich den beschädigten Lüftereinschub herauszuziehen und einen neuen einzustecken braucht. Da die Elektronik im Vergleich zu den Lüftern preislich kaum ins Gewicht fällt und die Einzellüfter in der Regel die gleiche Lebensdauer aufweisen, macht der Wechsel des kompletten Einschubmoduls Sinn. Das System ist dann mit einem Schlag wieder vollständig mit neuer und verlässlicher Technik ausgerüstet.


Fällt eine Netzspannung aus, werden die Lüfter über die redundante Spannung weiterhin versorgt. Wenn jedoch Probleme mit beiden Betriebsspannungen auftreten und diese die Lüfter nicht mehr versorgen können, versendet die Elektronik immer noch eine Fehlermeldung. Sollte die Elektronik versagen, so laufen die Lüfter weiter, aber auch in diesem Fall wird an den Betreiber eine Meldung abgesetzt. Alle diese Maßnahmen sowie die Einhaltung der Anforderung nach erhöhter Störunterdrückung (ETS 300 132-3) machen die Lüftereinheit zur Lösung für hochverfügbare bzw. Telekommunikations-Systeme.