Eckdaten

Mainboards im Format Thin-Mini-ITX bieten Systementwicklern ein hohes Maß an Flexibilität und eignen sich für eine breite Palette von Einsatzfeldern. Doch bei der Wahl eines Boards sollten Entwickler nicht nur auf den Preis achten. Vielmehr zählen kleine, aber wichtige Details, die über die Qualität einer Hauptplatine und damit eines Systems entscheiden. Dazu gehören eine hohe Energieeffizienz, ein langer Lebenszyklus und die Qualität von Design, Fertigung und Support. Diese Faktoren zahlen sich auch für Systementwickler aus.

Das Mini-ITX-Format bietet mit 170 × 170 mm2 eine optimale Abmessung für kompakte Systeme, aber auch ausreichend Platz für die Unterbringung von umfangreichen Funktionen sowie Schnittstellen und ist kostengünstig im Design. Lediglich die Bauhöhe von 44 mm bedeutet Einschränkungen für die Verwendung in 19-Zoll-Rack-Systemen mit nur einer Höheneinheit (HE) oder in Anwendungen mit eingeengten räumlichen Verhältnissen. Dank einer niedrigen Bauweise von maximal 20 mm sowie dem internen LVDS-Anschluss begünstigen Thin-Mini-ITX-Mainboards erweiterte Einsatzmöglichkeiten.

Trotz der kompakten Anschlussblende stehen bei hochwertigen Thin-Mini-ITX-Boards alle relevanten Interfaces zur Verfügung, etwa für Grafik, Audio/Video, Netzwerk und Peripheriesysteme.

Trotz der kompakten Anschlussblende stehen bei hochwertigen Thin-Mini-ITX-Boards alle relevanten Interfaces zur Verfügung, etwa für Grafik, Audio/Video, Netzwerk und Peripheriesysteme. Fujitsu

Ursprünglich zielte die Thin-Mini-ITX-Spezifikation in erster Linie auf kompakte All-in-One-PCs (AiO) ab. Bei solchen Systemen ist die Hauptplatine zusammen mit Massenspeichern, wie Festplatten oder SSDs, sowie einem LED-Display in einem flachen Gehäuse untergebracht. Intel hat die Vorgaben für solche Systeme im „Thin-Mini-ITX-Based-PC-System-Design-Guide – All In One, Tiny PC“ zusammengefasst. Mittlerweile kommen die Boards aber auch in semi-industriellen Anwendungen zum Einsatz.

Einsatzfelder

Im Vergleich zu ATX- oder Micro-ATX-Boards eignen sich Thin-Mini-ITX-Hauptplatinen für Systeme, die sich durch einen kleinen Footprint sowie eine niedrige Bauhöhe auszeichnen. Neben AiO-Rechnern zählen dazu Tiny-PCs mit einem Gehäusevolumen von maximal vier Litern. Weitere Einsatzfelder sind Digital Signage Player und Endgeräte mit Touch-Screens wie zum Beispiel HMIs (Human Machine Interfaces), Panel-PCs oder Bedienterminals in den Bereichen Ticketing/Point-of-Information/Kiosk. Mainboards im Thin-Mini-ITX-Format eigen sich aber auch gut für die Integration in geschlossene Systeme wie zum Beispiel digitale Mischpulte oder medizinische Geräte mit speziellen Anforderungen an das Produkt-Design.

Thin-Mini-ITX-Platinen mit CPU-Sockel ermöglichen es, eine enorm skalierbare Rechenleistung mit einem leisen sowie energieeffizienten Betrieb in einer kompakten Bauform zu kombinieren. Mainboards, wie das Fujitsu D3474-B, lassen sich daher auch in High-End-Systemen im Bereich Unterhaltungselektronik integrieren, beispielsweise in Smart-TV-Geräten und AV-Receivern. Auch in Rechenzentren und Serverräumen sind Hauptplatinen im Format Thin-Mini-ITX anzutreffen, beispielsweise in kompakten 1-HE-Web-Servern, die in Server-Racks integriert werden. Gerade bei diesen Anwendungsbereichen bestehen erhöhte Anforderungen an den Energieverbrauch.

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