Helmut Schmid, Universal Robots: „Mit UB+ vereinen wir technologisch, was aus Anwendersicht sowieso zusammengehört ‒ Roboter, Manipulatoren, Sensorik und Applikation.“

Helmut Schmid, Universal Robots: „Mit UB+ vereinen wir technologisch, was aus Anwendersicht sowieso zusammengehört ‒ Roboter, Manipulatoren, Sensorik und Applikation.“ Stefan Kuppinger, Redaktion IEE

Hinter dem Slogan verbirgt sich ein Ökosystem rund um die Familie der kollaborierenden Roboterarme UR3, UR5 und UR10. „Wir wollen damit die Robotik- und Handhabungstechnik auf ein neues Level an Einfachheit heben“, erklärte Helmut Schmid auf der Automatica, seit Februar General Manager Westeuropa bei Universal Robots. Zielgruppen des Programms sind gleichermaßen Entwickler, Vertriebspartner und Endkunden.

Grundlage bilden die Entwickler-Plattform ‚+YOU‘ und ein Showroom, in dem die verfügbaren Lösungen bereitgestellt werden. Dazu Schmid: „Die sogenannten URCaps können maßgeschneiderte Hardware, Software Plug-Ins oder eine Kombination aus beidem sein.“ Sein erklärtes Ziel: Die Integrationszeit deutlich reduzieren, den Bedienkomfort erhöhen und die Kosten für alle Beteiligten senken.

Zum Start der Plattform sind auch die ersten URCaps verfügbar, darunter eine Pick&Place-Bildverarbeitungslösung des Greiferherstellers Robotiq (s. S. 38) oder Vision-Systeme von Sick. „Innerhalb von Minuten können wir Roboter mit unserem Kamerasystem in der Produktion ausrüsten und zum Einsatz bringen, da das direkt über die Benutzeroberfläche des Roboters erfolgt“, schwärmt Robotiq-Geschäftsführer Samuel Bouchard.

Zum Launch gibt es auch ein Update der  Steuerungssoftware, das unter anderem jetzt auch ein Profinet-IO-Interface enthält. Dazu Schmid: „Das Update ist natürlich kompatibel mit der UB+-Plattform und ermöglicht Anbietern sich nahtlos in das Bedien-Interface unserer Software einzubinden.“ Bislang musste die Software der Effektoren separat im Hauptprogramm implementiert werden, was ein komplexes und zeitaufwendiges Unterfangen war.