Im Markt für elektronische Baugruppen (Inhouse-Hersteller und Electronic Manufacturing Services Provider) wird eine Steigerung um 5,6 Prozent auf über 26 Mrd. Euro prognostiziert. Damit übertreffen alle drei Segmente die Umsätze des Vorkrisenjahrs 2008.

Nach dem im Vorjahr außergewöhnlich hohen – wenn auch in den Segmenten unterschiedlichen – weltweiten Wachstum von über 20 Prozent, wird im Jahr 2011 das Plus sieben Prozent betragen, so die Prognose der Experten im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.

Ursachen des Anstiegs sind der wachsende Bedarf der Industrie, insbesondere die sehr starke Nachfrage aus der Automobilbranche und der Wiederaufbau von Lagerbeständen. Zusätzlich schlagen die boomende Solarbranche und die wiedererstarkte industrielle Produktion in Asien zu Buche. Noch nicht abschätzbar sind die Folgen der Katastrophe in Japan.

„Nach einem außergewöhnlich guten Jahr 2010 mit übervollen Auftragsbüchern, wird unsere Branche auf stabilem Niveau weiter wachsen“, so Bochtler. „Die Dynamik des Elektronikmarktes nimmt weiterhin zu. Dabei verstärken sich die Amplituden zwischen Hochs und Tiefs. Um zukünftigen Lieferengpässen vorzubeugen, ist deshalb eine verstärkte vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Teilnehmer der Lieferkette erforderlich.“