Markt für xDSL-Technik explodiert

Die Deregulierung der Telekomindustrien und die große Nachfrage nach Internetzugang und anderen Multimedia-Anwendungen bringen die Telekom-Serviceanbieter in Zugzwang: Die Netze müssen immer mehr leisten. Davon profitiert der europäische Markt für xDSL-Technik in großem Stil. Im Jahr 1999 noch mit 57,8 Millionen US-Dollar beziffert, sollen die Umsätze in den kommenden Jahren regelrecht explodieren und bis 2006 bereits bei 2,13 Milliarden liegen.
xDSL-Anwendungsbereiche sind u. a. Voice-over-DSL, Virtual Private Networks (VPN) und Video-on-Demand (VoD). Bei den Privathaushalten und kleineren Büros wird sich die Nachfrage nach Breitbandlösungen laut Studie auf DSL-Dienste – hier konkret ADSL (asymmetric digital subscriber line) – und Kabelmodems konzentrieren. Beide Technologien konkurrieren im selben Bandbreitenbereich. Die Prognosen für ADSL sind dabei äußerst positiv: Bei Frost & Sullivan rechnet man mit einer durchschnittlichen Jahreswachstumsrate von 63,5 Prozent. Der SDSL-Markt (symmetrical digital subscriber line) profitiert hauptsächlich vom Boom bei den Geschäftsanwendungen.
Der Aufwärtstrend reißt auch die restlichen DSL-Techniken mit: Für IDSL (ISDN digital subscriber line), VDSL (very high bit-rate digital subscriber line), HDSL (high bit-rate digital subscriber line) und HDSL2 prognostiziert die Studie eine durchschnittliche Jahreswachstumsrate von 78,3 Prozent bis 2006. Dann soll ihr Marktwert insgesamt bei 255,1 Millionen US-Dollar liegen. Derzeit befinden sich diese Techniken noch in der Erprobungsphase.

Frost & Sullivan
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